Denkmal ruht derzeit in Frieden

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Allein 3500 Euro kostete der Abbau die Gemeinde, wie viel sie sich die Restaurierung kosten lassen wird, muss noch bestimmt werden.

Eppertshausen ‐ Gut, dass der alte Soldat das große Tohuwabohu um seinen ehemaligen Standort nicht mitbekommt: Wo wegen des langanhaltenden Winters längere Zeit nichts mehr lief, ist eine wahre Großbaustelle erwachsen. Von Thomas Meier

Am südlichen Ortseingang von Eppertshausen buddeln riesige Bagger tiefe Löcher für neue Kanalrohre, die von mächtigen Tiefladern herangekarrt werden. Mit über einem Dutzend Bauarbeitern ist die Firma Strassing-Limes derzeit präsent, vor der katholischen Kirche im Verlauf der Landesstraße 3095 der Ortseinfahrt ein neues Gesicht zu geben. Ein großer Kreisel wird im Bereich der Dieburger Straße, Hauptstraße und Babenhäuser Straße angelegt, spätestens im Herbst - geplant ist September - sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin will man den Verzug durch den harten Winter wieder aufgeholt haben.

Rund eine Million Euro sind für die Baumaßnahme veranschlagt. Derzeit werden auf der Dieburger Straße Verkehrsinseln angelegt, die als Fahrbahnteiler dienen. Um Platz für den Kreisel zu gewinnen, mussten gleich mehrere Änderungen eingeleitet werden. Dem Verkehrsrund fielen nicht nur Parkplätze an der „Krone“ zum Opfer, auch das Kriegerdenkmal, das an der Ortseinfahrt aus Richtung Münster an die Schrecken des Ersten Weltkrieges erinnerte, musste weichen.

Es wurde abgebaut von der Steinmetz Büttner GmbH Rodgau, die den trutzig dreinblickenden Soldaten samt seines Sandsteinpodestes auf dem Alten Friedhof zwischenlagerte. Hier wartet der Gewehrträger auf seine grundlegende Sanierung, derweil die nunmehr verwaiste exponierte Fläche nahe der katholischen Kirche, an der der Soldat bislang mahnte, zu Parkplätzen umfunktioniert wird.

Allein 3500 Euro kostete der Abbau die Gemeinde, wie viel sie sich die Restaurierung kosten lassen wird, muss noch bestimmt werden. Bürgermeister Carsten Helfmann: „Der Krieger ist in die Jahre gekommen, da muss einiges gemacht werden.“

Spätestens zum Volkstrauertag im November soll er restauriert an neuem Standort platziert sein. Als neue Heimat fand man den Friedhof in der Friedhofstraße. Dort steht bereits die Gefallenen-Skulptur aus dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: op-online.de

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