Denn sie wissen, was sie tun

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Es war zwar anstrengend, aber für einen guten Zweck: Beim Sponsorenlauf brachte jede Runde Geld für den Förderverein.

Eppertshausen - Rote Backen, leuchtende Augen und wehende Haare: So haben 238 Kinder ausgesehen, die für die Stephan-Gruber-Schule beim Sponsorenlauf gestartet waren. Von Jasmin Frank

Am letzten Schultag vor den Herbstferien hieß es nicht, gemeinsam im Klassenraum auf den Schulgong zu warten, stattdessen galt es, in der dritten und vierten Schulstunde möglichst viele Runden auf dem Sportplatz zurücklegen.

Alle Schüler hatten zuvor mit einer eigenen Laufkarte Sponsoren gesammelt, die zusagten, einen festen Betrag pro Runde zu spenden. „Der Erlös fließt in die Kasse des Fördervereins, der zahlreiche Projekte an der Schule unterstützt, von der jährlichen Theaterfahrt über ‘Jeki’ bis hin zur Betreuenden Grundschule“, erläuterte die stellvertretende Schulleiterin Christiane Lachheb.

Die Jungen und Mädchen wussten genau, weshalb sie im windigen Herbstwetter fleißig am Franz-Gruber-Platz sprinteten, so meinte die sechsjährige Alina hoffnungsvoll: „Wir sammeln Geld für unsere Schule und wir haben schon mal ein Klettergerüst davon gekauft. Mal sehen, was wir jetzt bekommen, vielleicht etwas für die bewegte Pause.“ Das junge Mädchen war sich mit ihrer Freundin Nina einig, dass es zwar anstrengend sei, ganze 15 Minuten am Stück Sport zu treiben, gab aber auch zu, dass es sehr viel Spaß gemacht habe. „Wir sind ja erst in der ersten Klasse, gehören aber durch den Lauf schon richtig zur Schule dazu“, strahlten die beiden Erstklässlerinnen.

„Sponsorenlauf erfült gleich drei gute Zwecke"

Während des Sportereignisses konnten sich die Schüler am Streckenrand mit Wasser und Traubenzucker stärken, danach gab es Kuchen und Äpfel. Wichtiger für einen Kräfteschub war jedoch die Motivation durch die Zuschauer: Eltern, Lehrer und Freunde der Kinder standen Spalier und jubelten den kleinen Läufern zu. „Ich bin neun Runden gelaufen, und weil ich sportlich bin, ging das ganz schnell“, meinte die kleine Grazia stolz, die ebenso wie ihre Mitstreiter pro Runde einen Gummiring über das Handgelenk gestülpt bekam.

Mit dem so gewonnenen Armschmuck eilten die Kinder dann zu ihren Klassenlehrern und waren alle sichtlich zufrieden mit ihren Ergebnissen, ganz gleich, wie viele Runden letztlich zurückgelegt worden waren.

„Der Sponsorenlauf erfüllt gleich drei gute Zwecke“, erklärt Initiatorin Monika Heinlein. Das erlaufene Geld komme den Kindern selbst zugute, und auch das „Wir-Gefühl“ der Schulgemeinschaft würde durch das Ereignis gefördert werden. Zu guter Letzt bringe der Sponsorenlauf den Jungen und Mädchen den Spaß an der Bewegung näher, freut sich Heinlein. Die Lehrerin hatte auch einige Erwachsene motivieren können, an dem Sponsorenlauf teilzunehmen, neben Lutz Murmann von der örtlichen Volksbank, sammelte Bürgermeister Carsten Helfmann mit seiner Sponsorenkarte Geld für den Schulförderverein.

Jede Jahrgangsstufe der Stephan-Gruber-Schule startete nacheinander, doch in der Wartezeit wurde es den Kindern nicht langweilig: Das Spielmobil des Odenwaldklubs wurde reichlich genutzt und sorgte für Abwechslung – am Ende wären einige der Kinder sicherlich gerne noch länger geblieben, statt nach Hause und damit in die Herbstferien zu gehen.

Quelle: op-online.de

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