Doppelter Rummel zur Einschulung

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„Notfallpläne für verspätete Bauarbeiten zum Glück überflüssig“

Eppertshausen - Rund um das Schulgelände in Eppertshausen herrschte gestern reges Treiben, denn zum ersten Mal wurden gleich in zwei Schulen neue Kinder begrüßt. Von Jasmin Frank

Die Stephan-Gruber-Schule feierte nach einem Gottesdienst in der Mehrzweckhalle mit 63 Erstklässlern, wobei die vierten Klassen für Unterhaltung sorgten: Es wurde musiziert, gesungen und Theater gespielt. „Zufällig haben wir das Stück ‘Das kleine Ich bin Ich’ von Mira Lobe ausgesucht, das passt ja ganz ideal zu unserer neuen Nachbarschule“, freute sich Lehrerin Corinna Lang. Gekommen waren auch Bürgermeister Carsten Helfmann und Pfarrer Harald Christian Röper, um die Erstklässler zu begrüßen. .

Beide besuchten auch die neu gestaltete Aula der Mira-Lobe-Schule, wo 18 Kinder der Vorschule und 27 Erstklässler ihren ersten Schultag begingen. „Ich schaue immer nach den Zwillingen, denn ich habe selbst auch einen Zwillingsbruder, und das sorgt immer mal wieder für Verwirrung“, erzählte Röper. Bürgermeister Helfmann hatte nicht nur Süßigkeiten im Gepäck, sondern auch „den kleinen Eppertshäuser“, ein gelbes Männchen, das an Stellen auf den Bürgersteigen angebracht ist, wo Kinder ideal die Straße überqueren können. Auch an der Sprachheilschule durften Musik und Gesang nicht fehlen: Während die Zweitklässler mit einem munteren Bewegungslied aufwarteten, überzeugten ihre zwei Jahrgangsstufen höheren Mitschüler mit einem coolen und modernen Rap.

Natürlich kam auch die Namensgeberin der Einrichtung zu Wort: Schulleiterin Jutta Meier las eine Geschichte der Kinderbuchautorin Mira Lobe vor. „Der kleine Johannes ist ein wenig aufgeregt vor seinem ersten Schultag, deshalb fragt er in der Familie herum, wie andere ihre Schulzeit fanden, und fängt bei seinem Großvater an. Der hatte wenig Positives zu berichten – fand den Unterricht langweilig und wurde deshalb zum Lausbub, der zwar seine Mitschüler, nicht aber die Lehrer zum Lachen brachte“, fasste sie zusammen.

Doch langweilig wird es den Kindern weder an der Stephan-Gruber-Schule noch an der Sprachheilschule, denn beide Einrichtungen machen sich für Musik und Bewegung stark. Das kommt auch bei den Eltern gut an. „Ich fand die Einschulungsfeier sehr schön und abwechslungsreich und freue mich, dass meine Tochter Xenia hier herkommen kann. Wir haben erfreulicherweise keinen so weiten Schulweg wie andere Familien, denn wir kommen direkt aus Münster“, erzählte Matthias Hartmann, der seine Tochter begleitete. Die Kinder der Sprachheilschule kommen aus dem gesamten Landkreis, und Susanne Schmidt vom Schulelternbeirat weiß: „Der Umzug war für uns alle sehr spannend, und die Busverbindungen avancierten zu einem heiklen Thema, denn viele Eltern hatten die Befürchtung, dass ihre Kinder, die etwa aus Mosbach oder Ober-Ramstadt kommen, nun länger unterwegs sein müssen. Aber wir haben einen Bus mehr als früher zugewiesen bekommen, und damit läuft alles reibungslos.“

Überhaupt gab es zahlreiche Befürchtungen wegen des Um- und Neubaus der Schulen, sogar Notfallpläne für die Umquartierung der Kinder waren getroffen worden, sollten die Bauarbeiten nicht rechtzeitig fertig werden. „Wir sind sehr erleichtert, dass wir nun doch noch pünktlich in unsere Räume einziehen und planmäßig starten können“, freute sich Schulleiterin Meier. Nicht nur ihr und ihrem Kollegium, sondern auch Eltern und Kindern gefällt die neue Schule. Und die kleine Vanessa spricht allen aus dem Herzen, als sie meint: „Die Schule ist so schön, sie ist richtig grün und gelb und hat ganz viele Fenster, so dass alles ganz hell ist.“

Quelle: op-online.de

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