Gleich drei Jubiläen gefeiert

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Dieter Hüllmandel (links) und Friedhelm Saal (rechts) sind seit 30 Jahren bei der Gemeinde, Jürgen Geist (Zweiter von links) seit einem Vierteljahrhundert. Urkunden und Präsente gab es von Bürgermeister Carsten Helfmann.

Eppertshausen - Gleich drei Dienstjubiläen konnten in der Eppertshäuser Gemeindeverwaltung gefeiert werden, denn die Fachbereichsleiter Friedhelm Saal und Dieter Hüllmandel sind seit 30 Jahren vor Ort im Einsatz und ihr Kollege Jürgen Geist ist seit einem Vierteljahrhundert im Bauamt aktiv. Von Jasmin Frank

„Eigentlich hat nur Jürgen Geist ein offizielles Jubiläum, denn im öffentlichen Dienst werden nur 25 und 40 Jahre ausgezeichnet. Der Jubilar erhält dann einen zusätzlichen Tag Urlaub und einen Geldbetrag. Wir in Eppertshausen haben uns aber entschlossen, ab dem zehnten Arbeitsjahr alle fünf Jahre dem Mitarbeiter ein kleines Präsent zukommen zu lassen“, informierte Bürgermeister Carsten Helfmann, der dem Kleeblatt die Urkunden überreichte. .

„Ich hatte meinen ersten Arbeitstag am 1. Februar 1987 im alten Rathaus in der Schulstraße und bin dann am 7. Februar, also genau an meinem 25. Geburtstag, ins neue Rathaus umgezogen. So habe ich gerade noch beide Amtssitze erlebt“, erinnert sich Geist schmunzelnd. Der gelernte Tischler kam als Quereinsteiger ins Rathaus und hat sich in seinem Verwaltungsamt immer wohl gefühlt. „Nur einmal habe ich über einen Wechsel nachgedacht, denn die Arbeit im Bauamt hatte überhand genommen, und es sollte zunächst keine zweite Stelle geschaffen werden. Als ich dann schon eine andere Zusage hatte, ist mir die Gemeinde entgegengekommen und hat Elke Liem mit ins Boot geholt“, erzählt der gebürtige Münsterer, der sich in Eppertshausen gut eingelebt hat.

„Aufgaben in einer kleinen Verwaltung sind abwechslungsreich“

Für Saal und Hüllmandel hingegen kam in den drei Jahrzehnten ihrer Tätigkeit nie ein Wechsel in Frage. „Die Aufgaben in einer kleinen Verwaltung sind so abwechslungsreich, dass ich mich immer wohlgefühlt habe. Wichtig ist, nicht nur reine Verwaltungsarbeit hinter dem Schreibtisch zu machen, sondern auch Kontakt zu den Menschen und praktische Aufgaben zu haben“, meint Saal. Er hat den weitesten Weg von den dreien zurückzulegen: Der mehrfache Vater und Großvater reist täglich vom hohen Otzberg aus ins flache Eppertshausen. Er hatte vor seinem Eppertshäuser Engagement beim Regierungspräsidium Darmstadt gelernt und war als Diplom-Verwaltungswirt beim staatlichen Medizinaluntersuchungsamt als Büroleiter tätig gewesen. „Wenn man zu ihm ins Büro kommt, kann man nur über die Stapel von Unterlagen staunen, die sich auf seinem Schreibtisch türmen, aber er weiß immer bis auf den Zentimeter genau, wo er etwas abgelegt hat und das sogar noch bei Dokumenten, die über 15 Jahre lang dort schlummern“, schmunzelt Helfmann, der froh ist, solche langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter zu haben, die im Laufe der Jahre sogar zu so manchem Sondereinsatz bereit waren.

„Bei mir hat tatsächlich einmal an Heilig Abend zu Hause das Telefon geklingelt, weil jemand vergessen hatte, seinen Pass zu verlängern. Also bin ich am ersten Weihnachtsfeiertag ins Rathaus gefahren und habe ihm das Dokument ausgestellt, so dass der Geschäftsreise nach Hawaii nichts mehr im Wege stand“, lacht Dieter Hüllmandel. Das Urberacher Original hat viel Schwung und Engagement nach Eppertshausen gebracht und widmet sich besonders gerne der Organisation von großen Festen wie der Kerb oder dem Weihnachtsmarkt. „Für mich ist das ein Stück Heimatpflege“, meint Hüllmandel, der nicht nur in Urberacher Vereinen engagiert ist, sondern auch Mitglied des Eppertshäuser Feuerwehrvereins ist. Ganz nebenbei hat Hüllmandel als Standesbeamter auch über 500 Ehen geschlossen.

Vorteile der Eppertshäuser Verwaltung

Die drei Fachbereichsleiter sind sich einig, dass die Vorteile der Eppertshäuser Verwaltung in der Selbstständigkeit liegen, die allen Mitarbeitern zugestanden wird und in der niedrigen Hierarchie. „Eigentlich sind wir hier alle gleich, den Titel der Fachbereichsleiter gibt es ohnehin erst seit vier Jahren. Wir sehen uns allesamt als Mitarbeiter in einem großen Team und arbeiten gut miteinander“, fasst Saal die gute Stimmung vor Ort zusammen, die auch spürbar ist und durch fröhliche Scherze und heiteres Lachen deutlich wird. Keiner der drei hat seine Entscheidung, nach Eppertshausen zu kommen, jemals wirklich bereut und sicher würden sie sofort unterschreiben, was in einem beliebten Fastnachtslied zu hören ist: „Des Herz vonn de Welt is Eppertshause!“

Quelle: op-online.de

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