Richtschnur aufgedrösselt

DRK, Caritas und ASB stellen Pläne für Seniorenwohnanlage vor

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Im Neubaugebiet „Am Abteiwald“ in Eppertshausen soll eine Seniorenwohnlage entstehen. Dafür gibt es drei mögliche Investoren.

Eppertshausen – Rund sechs Stunden beschäftigte sich am Samstag Bau-, Sozial- sowie der Haupt- und Finanzausschuss in einer gemeinsamen Sitzung mit der geplanten Seniorenwohnanlage im Baugebiet „Am Abteiwald“. Drei mögliche Betreiber stellten ihre Konzepte vor.

Das Deutsche Rote Kreuz, der Caritasverband Darmstadt und der Arbeiter-Samariter-Bund sind für die geplante Seniorenwohnanlage „Am Abteiwald“ in die engere Auswahl gekommen. In einer gemeinsamen Ausschusssitzung konnten diese nun ihre Ideen präsentieren, nachdem die Eppertshäuser Gemeindevertreter einen Kriterienkatalog zusammengestellt hatten, der allen Kandidaten als Richtschnur dienen soll.

So muss die Anlage Tages- und Kurzzeitpflegeplätze bieten, die zur Entlastung der pflegenden Angehörigen beitragen. Auch das Angebot von vollstationärer Pflege gehört zu den Bedingungen. Des Weiteren müssen seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen geschaffen werden. In diesen Punkten unterschieden sich die Konzepte der drei Wohlfahrtsorganisationen dann auch nicht.

Ein Bedarf an 60 bis 80 vollstationären Pflegeplätzen ist für Eppertshausen ermittelt worden. Je 15 bis 20 Tages- und Kurzzeitpflegeplätze sind zudem notwendig. Unter dem Namen „Betreutes Wohnen“ wollen die drei Investoren Appartements vermieten beziehungsweise zum Kauf anbieten.

Das DRK will mit der Bauträger und Immobilien GmbH HSB ein Wohn- und Pflegezentrum errichten mit dem Ziel, die entstehenden Seniorenwohnungen an Personen über 55 Jahre zu verkaufen. Die 19 Wohnungen mit einem bis drei Zimmern sollen in einem separaten Gebäude entstehen, das vom Haus mit stationärer Pflege unabhängig ist. Lediglich ein Quartiersstützpunkt als Anlaufstelle für Bewohner mit Unterstützungsbedarf ist dort vorgesehen.

Ein Sinnesgarten soll gemeinschaftlich genutzt werden können. Dieser grenzt an das Gebäude, in dem neben fünf Personalappartements weitere fünf Hausgemeinschaften für etwa 70 Bewohner errichtet werden sollen.

Das Konzept des Caritasverbands sieht ebenfalls zwei Gebäude vor, wobei im ersten ein Pflegeheim mit 48 Langzeit- und Kurzzeitpflegeplätzen in vier Hausgemeinschaften sowie einem Demenzangebot entstehen soll. 28 Seniorenwohnungen und ein Tagespflegezentrum sollen das Angebot ergänzen. Weitere 14 Seniorenwohnungen für ein bis zwei Personen entstehen im zweiten Gebäude. Die Caritas will Bestandshalter der Wohnungen bleiben und diese vermieten. Ein Netto-Mietpreis von etwa elf Euro pro Quadratmeter wurde kalkuliert. Regelmäßige Veranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten sowie die Bereitstellung von Ansprechpartnern gehören zur Grundversorgung. Weitere Dienstleistungen können zugebucht werden. Die Caritas baut mit der GWS Baugesellschaft aus Frankfurt.

Statt brüchig und zittrig: So bewahren sich Senioren Stimme

Auch der Arbeiter-Samariter-Bund hat mit dem Unternehmen Open Mainded einen Bauträger aus Frankfurt gewählt. Im Bereich betreutes Wohnen will der ASB bis zu 30 Wohnungen errichten, in Wohngemeinschaften sollen 18 Plätze entstehen. Ein größerer Gebäudekomplex und ein Solitärbau sollen sich in die Nachbarbebauung integrieren. Die Wohnungen könnten – je nach Kundenwunsch – sowohl vermietet als auch verkauft werden.

Das rund 5600 Quadratmeter große Grundstück will die Gemeinde Eppertshausen unter dem aktuellen Bodenrichtwert verkaufen. Dieser liegt bei 360 Euro pro Quadratmeter. Der Investor erhält einen Nachlass von 50 Euro. Damit sollen die Kosten für die Bewohner günstiger kalkuliert werden können.

Die drei Gemeindeausschüsse beraten nun am kommenden Mittwoch, 23. Januar, ihre Eindrücke aus den Präsentationen der drei Wohlfahrtsverbände, bevor das Parlament dann den Zuschlag an eine der drei Wohlfahrtsorganisationen vergibt. (zeta)

Quelle: op-online.de

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