Entega-Chefin spricht bei Neujahrsempfang

E-Carsharing bald in Eppertshausen?

Etwa 100 Bürger waren in die Bürgerhalle gekommen, um dem Neujahrsempfang der Gemeinde Eppertshausen beizuwohnen. Fotos: Just

Eppertshausen – Die weitere Entwicklung der Gemeinde, ein Film, der die Attraktivität von Eppertshausen zeigt, Gesang der Extraklasse sowie ein Blick über den Tellerrand, wie es um die Energiewende in Deutschland bestellt ist – informativ und unterhaltend zugleich präsentierte sich die Gemeinde Eppertshausen bei ihrem Neujahrsempfang in der Bürgerhalle. Von Michael Just

Rund 100 Bürger waren gekommen, um mit dem Gemeindevorstand sowie den Vertretern aus Wirtschaft und Vereinsleben auf das neue Jahr anzustoßen. Bürgermeister Carsten Helfmann widmete sich ausführlich der Zukunft und den Plänen, die die Gemeindevertreter und die Verwaltung vor Augen haben.

Fast 45 Minuten informierte der Rathauschef unter anderem über das geplante Seniorenzentrum, schnelles Internet, den sozialen Wohnungsbau, die Hausärztesituation und die Gewerbesteuer, die auch dazu beitrage, das Kulturprogramm zu bezahlen. Eine beachtliche Kostenexplosion führte er für die angedachte Beleuchtung des Radwegs zwischen Eppertshausen und Münster an. Die anvisierten Ausgaben von 80 .000 Euro vor zehn Jahren seien auf nunmehr 240 .000 Euro geklettert. Ein Trost sei, dass das europäische Förderprogramm „Leader“ 120. 000 Euro zuschießen wird.

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters gingen die Gäste mit dem lokalen Filmemacher Günter Maier in die Luft. Sein Kurz-Streifen „Eppertshausen von oben“ entstand mithilfe einer Drohne und kann als Liebeserklärung an die Gemeinde gelten, die darin als Idyll in waldreicher Umgebung dargestellt wird. Musikalisch umrahmte Katja Berker den Empfang. Die Sopranistin wurde von ihrem Mann Benedikt am Klavier begleitet.

Marie-Luise Wolff war die Gastrednerin.

Fast 90 Minuten waren vergangen, als mit Marie-Luise Wolff und deren Lagebericht über den Stand der Energiewende der Höhepunkt der Veranstaltung anstand. Mit der Vorstandsvorsitzenden der Entega AG Darmstadt, die auch Präsidentin des Bundesverbandes der Energie- Wasserwirtschaft ist, konnte eine hochkarätige Referentin gewonnen werden. Die Energiewende strebt den Übergang von fossilen Brennstoffen sowie der Atomkraft zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien an. Wie Wolff erläuterte, betrachte sie das Vorhaben als umsetzbar, auch weil bis 2050 genügend Zeit zur Verfügung steht. Allerdings müsse dafür „das Richtige“ getan werden: Dazu zähle der Ausbau von Fotovoltaikanlagen, die Schaffung von Gaskraftwerken oder der Netzausbau von Nord- nach Süddeutschland, damit der Strom aus der Windkraft überall ankommt.

„Energiewende ist Verkehrswende“, hob die Vorstandsvorsitzende, die selbst fast alle Strecken mit der Bahn zurücklegt, hervor. Da sei auch der Staat gefordert. So wäre es sinnvoll, große Autos oder alte Heizanlagen höher zu besteuern.

Was beim privaten Carsharing zu beachten ist

Die Vertreterin der Entega vergaß nicht, innovative Initiativen und Projekte ihres Unternehmens hervorzuheben. So wird die Entega ab Februar ein Elektro-Carsharing in Eppertshausen anbieten. Es unterstreicht die E-Mobilität, die für die Energiewende eine große Rolle spielt.

In ihren Vortrag schaffte es Wolff, nicht nur kurzweilig und anschaulich die gegenwärtigen Herausforderungen zu beschreiben, sondern auch Neugier und Lust auf die „smarte“ und damit digitale Welt von morgen zu machen. Von ihr profitieren selbst so alltägliche Dinge wie die Straßenbeleuchtung. „Adaptives“ und „vorausschauendes“ Licht wird zukünftig Straßen und Wege nur dann beleuchten, wenn diese gerade von einem Auto oder Radfahrer benutzt wird. Das System schaltet sich dabei selbstständig an und aus. Wie Wolff versprach, soll die vernetzte Kommune nicht nur auf Großstädte beschränkt sein. Ihr Unternehmen habe es sich auf die Fahnen geschrieben, dass die Errungenschaften in der gesamten Region zur Umsetzung kommen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare