Echter Kreisel statt des Pseudorunds

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Der Behelfs-Kreisel an der Waldstraße/Kurt-Schumacher-Straße gehört nach Ansicht der SPD Eppertshausen in einen echten Kreisel umgewandelt. Der Bürgermeister als Ordnungsbehörde solle sich kümmern, beantragen nun die Genossen.

Eppertshausen - Es gibt nichts Beständigeres als ein Provisorium. Doch die Sozialdemokraten Eppertshausens haben sich jetzt zum Ziel gesetzt, einem solchen bereits 1986 herbeigeführten improvisierten Zustand ein Ende zu setzen. Von Thomas Meier

Bereits seit geraumer Zeit ist er vielen Anliegern und Passanten ein Ärgernis: der Kreuzungsbereich Kurt-Schumacher-Straße/Waldstraße. Ausgestaltet als optischer Kreisverkehrsplatz gelten auf und vor allem in ihm nicht die Regeln eines echten Kreisverkehrs. Angesichts der zahlreichen in jüngster Zeit entstandenen echten Kreisverkehre in und um Eppertshausen herum sehen die Genossen in dem Provisorium so auch eine zunehmende Gefahrenquelle für alle Verkehrsteilnehmer.

Der großzügig gestaltete Einmündungsbereich gleich mehrerer Straßen (Wald-, Beethoven-, Maximilian-Kolbe-, Kurt-Schumacher-Straße) wurde einst bei der innerörtlichen Verkehrsberuhigung durch aufgestellte Blumenkübel behelfsmäßig umgestaltet. Zusätzlich aufgebrachte Fahrbahnmarkierungen erwecken laut Sozialdemokraten „den Eindruck eines Kreisverkehrs“. Verkehrsrechtlich gelte an dieser Kreuzung aber nach wie vor die Vorfahrtsregel rechts vor links. Bei einem echten Kreisverkehrsplatz hat aber das im Kreisverkehr befindliche Fahrzeug Vorfahrt.

Vorfahrtsregel durch Verkehrszeichen eines (echten) Kreisverkehrs anpassen

Um einer weiteren Verunsicherung der Verkehrsteilnehmer zu begegnen, fordert die SPD-Fraktion den Bürgermeister als zuständige Ordnungsbehörde auf, die Vorfahrtsregel an der neuralgischen Kreuzung durch entsprechende Verkehrszeichen an die eines (echten) Kreisverkehrs anzupassen.

„Da in jüngster Zeit verstärkt Kreisverkehrsplätze in unserer Region, auch bereits zwei in Eppertshausen, eingerichtet wurden, verspricht sich die SPD-Fraktion mit einer Änderung der Vorfahrtregelung mehr Klarheit und somit eine höhere Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer“, erklärt Hans-Joachim Larem, Vorsitzender der SPD-Fraktion in Eppertshausen.

Wie die Genossen in ihrem Antrag weiter ausführt, soll das beschriebene Provisorium des „angedeuteten Kreisverkehrs“ aus Blumenkübeln mittelfristig auch in einen echten Kreisverkehrsplatz umgebaut werden. Dadurch würde der Kreuzungsbereich nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer sicherer, die derzeit vielfach noch die Fahrbahn zwischen den Blumenkübeln queren. Da in unmittelbarer Nachbarschaft die neue Bürgerhalle kurz vor Fertigstellung stehe, erhöhe sich der Verkehr hier noch.

Ermittlung der erforderlichen Haushaltsmittel

Zur Ermittlung der erforderlichen Haushaltsmittel soll die Verwaltung beauftragt werden, über ein geeignetes Planungsbüro eine Vorplanung mit Kostenschätzung einzuholen. Dabei soll die Parksituation am Kindergarten St. Sebastian einbezogen und neu geregelt werden, um auch die zu bestimmten Zeiten zusätzlich bestehende Verkehrsgefährdung zu entschärfen. Spätestens in der Dezembersitzung solle sich die Gemeindevertretung mit der Angelegenheit beschäftigen, hofft Larem.

Der entsprechende Antrag kann unter www.spd-fraktion-eppertshausen.de eingesehen werden.

Jürgen Geist, in der Verwaltung Eppertshausens auch für Verkehrsfragen zuständig, erklärt auf Nachfrage, derzeit habe man keine Veränderungen an der Situation im Sinn. Sie sei von der zuständigen Verkehrsbehörde wie auch von der Polizei immer wieder mal in Augenschein genommen und für in Ordnung befunden worden.

Quelle: op-online.de

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