Nur für Eigengewächse

+
Eppertshausens Kreisel diene überwiegend als Werbefläche, monierten Bürger. Die Verwaltung sinnt auf Abhilfe.

Eppertshausen ‐ Eine Änderung der Bezuschussung der örtlichen Vereine, die von nun an nur noch Gelder für in Eppertshausen wohnende Kinder und Jugendliche erhalten sollen, war Gegenstand umstrittenen Tagesordnungspunktes zur jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter. Von Jasmin Frank

Die von der Gemeinde jährlich an die Vereine ausgeschüttete Summe von 3000 Euro wird künftig nach der Anzahl der Mitglieder, die auch in Eppertshausen wohnen, berechnet.

Gegen diese Vorgehensweise wandte sich die Fraktion der SPD mit der Begründung, dass die Jugendarbeit der Vereine insgesamt unterstützt werden sollte und deshalb eine Bezuschussung nach den Meldungen beim Landessportbund und nicht nach dem Herkunftsort erfolgen müsse. Zudem sei die Meldung nach Wohnort für die Vereine ein hoher Verwaltungsaufwand und schließlich sei es schade, wenn gute Jugendarbeit, die auch von auswärtigen Kindern genutzt würde, dazu führe, dass diese aus Kostengründen am Ende nicht mehr an allen Angeboten teilnehmen könnten. Doch wegen der knappen Haushaltslage wurde von den Fraktionen aus CDU und FDP nach dem Motto „Eppertshäuser Gelder in erster Linie für Eppertshäuser Kinder“ für die Änderung gestimmt.

Multifunktionsgerät für maximal 40.000 Euro soll angeschafft werden

Ganz ohne große Diskussion stellte das Parlament außerplanmäßige Mittel zur Verfügung, denn ein neuer Rasenmäher muss her, nachdem der Vorgänger nach jahrzehntelangem Einsatz den Dienst versagt hatte. Für maximal 40.000 Euro soll nun ein Multifunktionsgerät angeschafft werden, das mehr kann als nur mähen, sondern auch mit Gabel, Schaufel und kleinem Hubkorb ausgestattet sein wird. Der Neuzugang soll dann für Ordnung auf den Sport- und Spielplätzen sowie den Friedhöfen sorgen.

Das vieldiskutierte Thema eines weiteren Mobilfunkmastes, das die Bürger sehr beschäftigt hatte, war außerordentliches Thema in der Sitzung. Nach der regen Aussprache über die Vor- und Nachteile einer solchen zusätzlichen Verstärkeranlage für den Mobilfunk war eine Liste von Fragen erstellt worden, die von der Gemeinde mit den Funkbetreibern geklärt und im Anschluss an die Einwohner zurückgeleitet werden sollten.

„Was hat sich denn in dieser Hinsicht bereits getan?“, hakte die SPD-Fraktion nach, woraufhin Bürgermeister Carsten Helfmann nur wenig Neues zu berichten wusste: „Wir haben von den Betreibern noch immer keine Antworten erhalten. Erst wenn wir diese haben, können wir zu einer weiteren Besprechung, zu der auch Experten beider Seiten kommen sollen, einladen. Wir hoffen, dass es im Februar oder März soweit sein wird.“

Viele Ideen der Bürger eingegangen

Auch das Rechtsabbiegegebot in der Schulstraße an der katholischen Kirche in Richtung Babenhäuser Straße wurde von den Sozialdemokraten als für Autos unsinnig moniert, doch der Rathauschef blieb bei der Entscheidung. Sie sei gefällt worden, weil Lastwagen und Busse sonst nicht um die enge Kurve fahren könnten und es schwierig sei, zu entscheiden, ab welcher Größe nun ein direktes Linksabbiegen nicht mehr möglich sei. Da keine konkrete Angabe möglich gewesen sei, habe man sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, eben alle Fahrzeuge erst einmal nach rechts und somit einmal um den neuen Kreisel herum zu schicken.

Abschließend kamen die Bürger zu Wort, von denen nicht nur der schöne Wuchs des neuen Weihnachtsbaumes auf dem Rathausplatz gelobt wurde, sondern die auch wissen wollten, wie es denn um die Gestaltung der beiden neuen Eppertshäuser Kreisel bestellt sei, die sich derzeit eher als Werbefläche denn als Gestaltungsraum auszeichneten. „Es sind schon viele Ideen der Bürger eingegangen, es ist aber darüber noch nicht entschieden worden. Die Bepflanzung soll auf jeden Fall möglichst pflegeleicht ausfallen, zudem sollen Werbebanner, wie sie momentan dort zu sehen sind, auf keinen Fall ganzjährig auf den Kreiseln platziert werden“, so der Bürgermeister.

Ob also in Zukunft die Ortseinfahrten durch Töpferwaren, die Wappen der Partnergemeinden oder gar durch eine große Lore verschönert werden, bleibt noch abzuwarten.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare