Einblick ins neue Schulhaus

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Hausmeister Rafiq Butt informierte das Kollegium über die Um- und Neubauten für die Sprachheilschule.

Eppertshausen ‐ Nach den Sommerferien wird die Sprachheilschule des Kreises, derzeit noch angesiedelt als Schule „Am Amorbach“ in Klein-Umstadt, ihre neuen Räume in Eppertshausen neben der Stephan-Gruber-Schule in der Waldstraße beziehen. Von Jasmin Frank

Doch bis dahin muss noch vieles organisiert und vorbereitet werden, nicht nur von Seiten der Bauarbeiter und Handwerker, die derzeit für die Sprachheilschule einen Teil in der Gruber-Schule umbauen und um die Ecke in der Waldstraße einen Neubau errichten. Auch die Amorbach-Schulleitung und das Kollegium haben viel zu tun und wollen an ihrem Pädagogischen Tag den Umzug und die damit zusammenhängenden Planungen in den Mittelpunkt stellen. Um die neuen Räume besser einschätzen zu können und ein Gefühl für die neue Wirkungsstätte zu bekommen, waren die Pädagogen deshalb jetzt vor Ort.

„Der erste Eindruck ist sehr unterschiedlich. Bei manchen Räumen kann man schon deutliche Konturen erkennen, während andere noch nahezu in ihrem Rohzustand sind“, meinte Musiklehrerin Doris Greiner. Gerade die Förderräume, die eine spezialisierte Schule braucht, bringen viele Aspekte mit sich, die bedacht werden müssen. Viele Fragen beschäftigten die 15 Lehrerinnen, beispielsweise im Bewegungsraum: Bleiben die Heizungen so hervorgehoben hier drin? Brauchen wir Sicherheitsglas? Müssen die Lampen abgehängt werden?

Auch der Altbau wird inspiziert

Voller Lob wurden die Räume über dem Verwaltungstrakt wahrgenommen, schön hell seien sie und groß. Hier wird eine Aula mit einer Bühne entstehen, die für die Projekte der Schule gar nicht groß genug sein kann. „Wir treffen uns fast jede Woche zum Abschluss in unserem Mehrzweckraum und die Kinder führen vor, was sie gelernt haben, sei es eine kleine Lesung, ein Liedvortrag oder ein Referat. Viele Dinge veranstalten die Kinder auch gemeinsam, deshalb war es uns wichtig, dass die Bühne groß genug ist, auch wenn dafür eine Tür versetzt werden musste“, erzählt Lehrerin Karin Wörth, die mit der jetzigen Planung durchaus zufrieden ist.

Auch der Altbau wurde unter die Lupe genommen, vor allem der ehemalige Sanitärraum sorgte für viel Gelächter, standen dort doch in dem ansonsten leer geräumten Raum noch zwei Toiletten dicht beieinander, die sich einander so zuwandten als ob sie die Nutzer zu einem Plausch einladen wollten. In diesem Gebäude wird nicht nur die Bücherei untergebracht, sondern auch die fünften und sechsten Klassen, die wegen der häufig kleinen Schülerzahl gemeinsam unterrichtet werden.

Wo der Schulstandort ist, ist zweitrangig

„Das Ziel unserer Schule ist ja die Rückschulung, das bedeutet, dass wir die Kinder so fördern, dass sie zurück auf eine Regelschule wechseln können, sobald ihre Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten das zulassen. Wir unterrichten nach dem regulären Lehrplan für Grundschulen und starten mit wesentlich mehr Kindern in der Vorschulklasse, als wir in der 6. Klasse verabschieden können“, informierte Schulleiterin Gisela Gehrmann. Der Neubau allerdings stieß auf ein geteiltes Echo, vor allem die geringen Ausmaße der Räume, die zum Teil durch die Ausrichtung nach Norden recht dunkel wirken, waren nicht jedermanns Sache. Doch andererseits war auch allen bewusst, dass die vielen Klassen- und Gruppenräume nicht mehr mit den ehemaligen Gegebenheiten von 60 Quadratmetern pro Raum korrespondieren können.

Für Verwunderung sorgte auch ein Raum, der gleich vier Türen aufwies: eine zum Flur, eine zum Nachbarraum, eine zum nächsten Gruppenraum und der Notausgang. Hausmeister Butt konnte das Rätsel klären: Im Obergeschoss müssen alle Räume des Brandschutzes wegen eine Verbindung zum Notausgang haben, ohne dass der Flur genutzt werden muss, sollte es im Treppenhaus brennen.

Alles in allem waren die Lehrerinnen mit den Räumlichkeiten zufrieden und meinten: „Für die Kinder ist es noch die geringste Umstellung, denn für sie ist es wichtig, dass wir als Bezugspersonen alle zusammenbleiben. Wo letztendlich der Standort der Schule ist, ist für sie eher zweitrangig, zumal sie ja ohnehin aus zwölf verschiedenen Städten und Gemeinden des Kreisgebietes zu uns kommen.“

Quelle: op-online.de

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