Einer der fünf möglichen Investoren:

Konzept für Pflegezentrum „Am Abteiwald“ vorgestellt

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Neben mehreren Wohnhäusern soll bald auch ein Seniorenwohnheim auf dem etwa 4,2 Hektar großen Baugebiet „Am Abteiwald“ entstehen.

Eppertshausen - Vier Angebote bietet das Pflegezentrum Eppertshausen, wenn es nach der „HSB Bauträger & Immobilien GmbH“ aus Bad Marienberg geht, die sich als vierter von fünf Investoren der Gemeindevertretung vorgestellt hat. Von Lars Herd

Neben betreutem Wohnen, Tagespflege und stationärer Pflege will der Investor auch Kurzzeitpflege anbieten. Hinzu kommt auf der Baufläche von 3 906 Quadratmeter womöglich noch eine Kindertagesstätte. Betrieben werden soll das Pflegezentrum von einem Wohlfahrtsverband, der aus formellen Gründen erst in ein paar Wochen bekannt gegeben werden kann.

Insgesamt 79 Bewohner sollen in der stationären Pflege unter kommen. Vorgesehen sind 79 ungefähr 22 bis 25 Quadratmeter große Einzelzimmer, jeweils mit einem eigenen Bad, in sechs Hausgemeinschaften – fünfmal 13 Bewohner, einmal 14 Bewohner. Jede dieser Hausgemeinschaften soll einen eigenen, zentralen Wohn-, Ess- und Küchenbereich haben. Ebenso ist ein Mehrzweckraum für Feierlichkeiten geplant. Auch eine Tagespflege ist laut dem Investor-Unternehmen, das von Harry Schmidt-Bovendeert und seinem Sohn Philipp geleitet wird, vorgesehen, etwa 12 bis 15 Gäste sind täglich zur Betreuung eingeplant. Ein separates Gebäude mit 15 Wohnungen, einem eigenen Zugang und mit Aufzug soll es für das betreute Wohnen geben. Vier Zwei-Zimmer-Wohnungen (etwa 64 Quadratmeter) und eine Drei-Zimmer-Wohnung (78 Quadratmeter) gibt es in jedem der drei Stockwerke. Hinzu kommen zwei Gemeinschaftsräume. Außerdem soll es sogenannte Premium-Zimmer zur Kurzzeitpflege geben, für Gäste, die nur etwa zwei bis vier Wochen im Pflegezentrum wohnen. Benötigt würden im Seniorenwohnheim rund 60 Mitarbeiter.

Geplant ist eine Vermarktung der Pflege-Appartements im Teil-Eigentum mit einem bevorzugten Belegungsrecht für die Käufer beziehungsweise Bürger von Eppertshausen. Laut der HSB ist ein Vorteil dieser Vermarktung das Steigern der Akzeptanz und der Identifikation mit dem Projekt bei den Bürgern. Angedacht ist das Seniorenwohnheim vor allem für die Eppertshäuser Einwohner. Enkel, die es auf die günstige Wohnung – ein Quadratmeter kostet um die zehn Euro – ihrer Großeltern abgesehen haben, werden jedoch enttäuscht. Die Einwohner der Anlage müssen mindestens 55 Jahre alt sein. Ausnahmen gibt es bei jüngeren Personen, die etwa wegen einer Sehschwäche oder anderen Beeinträchtigungen betreut werden oder barrierefrei wohnen müssen. Ein weiterer Vorteil sei vor allem das bevorzugte Belegungsrecht für Käufer von Pflege-Appartements. So könne man gleich sein Appartement fürs Alter sichern und bis dahin mit 20-Jahres-Mietverträgen eine sichere Verwendung für die Wohnung haben.

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Bislang haben, neben der HSB die „Römerhaus Bauträger GmbH“ aus Schifferstadt, die „Open Mainded AG“ aus Dreieich und die „WI-IMMOGroup GmbH“ aus Hildesheim ihre Konzepte vorgestellt. Der nächste Investor ist am 28. November dran, sagte Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU) zum Abschluss der Sitzung. Außerdem rief er die Lokalpolitiker auf, ihre Referenzen für die Seniorenwohnanlage zu formulieren. Da sich alle Konzepte ähnlich seien, würden am Ende Kleinigkeiten entschieden.

Am morgigen Donnerstag findet um 20 Uhr eine Bürgerversammlung im kleinen Saal der Bürgerhalle statt.

Quelle: op-online.de

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