Einweihung im Dreivierteltakt

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Glanzvolles Debüt im neuen Haus: Das Johann-Strauß Orchester Frankfurt begeisterte erstmals in der Bürgerhalle.

Eppertshausen - Sie macht ihrem Namen alle Ehre, die neue Bürgerhalle auf dem Festplatz, die vor wenigen Tagen eröffnet wurde. 501 Gäste ließen sich beim Neujahrskonzert des Johann-Strauß-Orchesters Frankfurt vom schwungvollen Melodienreigen bezaubern. Von Ursula Friedrich

Ja, sogar der neue Schwingboden, ein hochwertiges Parkett, wurde einer ersten „Feuerprobe“ unterzogen, als das begeisterte Konzertpublikum beim Wiener Walzer nichts mehr auf den Stühlen hielt und die Herren ihre Begleiterinnen zum Tanz aufforderten.

Die Einweihungsfeier im Dreivierteltakt hätte kaum stimmungsvoller ausfallen können. Die beliebtesten Werke des Walzerkönigs, Wiener Blut, Radetzkymarsch und Passagen aus der Fledermaus wurden ebenso gefeiert, wie Werke von Walter Kollo und Paul Lincke. Der glockenklare Sopran von Solistin Ursula Ruperti erklang im voll besetzten Konzertsaal bis in den letzten Winkel – auch ohne die brillante technische Unterstützung, die die neue Technik in der modernen Bürgerhalle jetzt ermöglicht.

Der Name des Orchesters ist seit seiner Gründung 1986 Programm. Die musikalische Reise führte diesmal von Wien nach Berlin und wurde flott von Dirigent Stefan Ottersbach moderiert. Er schwingt seit nunmehr drei Jahren den Taktstab in dem Profi-Ensemble, dessen Terminkalender derart prall gefüllt ist, dass Eppertshausen ein Jahr lang auf den Besuch des Orchesters hatte warten müssen.

Doch welcher Anlass hätte besser gepasst, als die just erfolgte Einweihung der neuen Bürgerhalle? „Viele Besucher wollten auch noch eine zusätzliche Führung“, schmunzelte Kulturamtschef Dieter Hüllmandel. Im Rahmen des festlichen Neujahrskonzerts war dies freilich nicht leistbar.

Auch Jugend und Vereine nahmen an diesem Tag die Halle des Bürgers fest in Beschlag. Die einen ließen es sich im Jugendtreff gut gehen, die anderen servierten der großen Besucherzahl Sekt und Häppchen. Kirchenchor, Odenwaldklub und FVCA stemmten das Catering und den Service an der Garderobe.

„Wunderbar, dass die Ortsvereine uns so engagiert helfen“, so Hüllmandel. Gemeinsam große Veranstaltungen ausrichten wird auch die Losung der Zukunft sein, hier hat die Gemeinde kaum Erfahrungswerte, „da sind wir noch jungfräulich“, sagte Hüllmandel.

Im Glanz des festlichen Saales zeigten sich an der nagelneu ausgestatteten Immobilie allerdings auch noch einige kleine Kinderkrankheiten. Fachfirmen sollen hier rasch Abhilfe schaffen.

Quelle: op-online.de

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