Gut beschirmt in die Zukunft

100 Jahre FVE: Silberne Ehrenplakette bei akademischer Feier überreicht

Für ihre Verdienste um den Fußballverein Eppertshausen wurden zahlreiche Mitglieder von Dieter Behrendt (Zweiter von links) ausgezeichnet, der in Vertretung des Hessischen Fußballverbands gekommen war.
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Für ihre Verdienste um den Fußballverein Eppertshausen wurden zahlreiche Mitglieder von Dieter Behrendt (Zweiter von links) ausgezeichnet, der in Vertretung des Hessischen Fußballverbands gekommen war.

Hätte die akademische Feier des Fußballvereins Eppertshausen (FVE) eine Woche früher stattgefunden, hätte er sich vielleicht nicht erkältet, meinte Landrat Klaus Peter Schellhaas mit Blick auf den Schirm, den ihm Klaus-Peter Himenz vom FVE-Vorstand überreichte.

Eppertshausen – Den Regenschirm mit Vereins-Logo erhielt jeder, der anlässlich der 100-Jahr-Feier des FVE eine Rede hielt, womit Landrat Schellhaas den Anfang machte.

Er hob die Vereine im Allgemeinen und den FVE im Besonderen als Institutionen hervor, die das gesellschaftliche Leben in allen Gemeinden prägen. Außerdem leisteten sie einen großen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Rund 180 Jungs und Mädchen spielen im FV Eppertshausen in neun Mannschaften. „Insbesondere in Sportvereinen lernen Kinder zusammen zu gewinnen und zusammen zu verlieren, dabei fair und kameradschaftlich zu sein“, sagte Schellhaas. Er beließ es aber nicht bei lobenden Worten: als Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit, die der Verein seit 100 Jahren leistet, überreichte der Landrat dem FVE-Vorstand die Silberne Ehrenplakette des Landes.

Wie es sich für eine akademische Feier gehört, gab es zahlreiche Ehrengäste aus Sport und Politik sowie Auszeichnungen für verdiente und langjährige Vereinsmitglieder. Doch der FVE wäre nicht der FVE, wenn die Verantwortlichen nicht ein unterhaltsames Rahmenprogramm erdacht hätten. Die zurückliegenden 100 Jahre ließ Lutz Murmann in Zehn-Jahres-Abschnitten Revue passieren. Die weltweiten Ereignisse stellte er jeder Dekade voran, um dann auf die Entwicklung des Fußballvereins einzugehen.

Ein reiner Fußballverein ist der FVE allerdings schon lange nicht mehr. 1973 gliederte sich die Carnevalsabteilung als FVCA an. 40 Fußballer gründeten die närrische Abteilung. Heute gehören dem FVCA etwa 150 Mitglieder an, die jedes Jahr zwei schillernde Fastnachtssitzungen auf die Bühne und in die Halle bringen. Seit 40 Jahren gibt es die Damen-Gymnastikabteilung, zu der später die Aerobic-Gruppe kam. Und ihre Feier zum zehnten Geburtstag können die Gymnastik-Herren, die sich „Der bewegte Mann“ nennen, schon im kommenden Jahr feiern. Was nur wenige wissen: Auch Würfeln ist ein Sport, der seit 2016 innerhalb des FVE betrieben wird.

Als erster Gastredner der akademischen Feier erhielt Landrat Klaus Peter Schellhaas einen Regenschirm mit Vereinslogo.

Mittelpunkt des Vereinslebens war und ist aber der Fußball. Schon vor dem Ersten Weltkrieg begann das runde Leder in Eppertshausen zu rollen. Bis sich die Anhänger der noch jungen Sportart zu einem Verein zusammenfanden, dauerte es aber einige Jahre. Am 1. Februar 1920 hoben 16 junge Männer den FVE aus der Taufe. Einen eigenen Sportplatz zu finden, war die erste große Herausforderung für die Vereinsmitglieder. Im August 1920 bekam der Fußballverein seinen ersten eigenen Sportplatz an der Messeler Straße. 60 Jahre lang blieb der Platz an der Messeler Straße die sportliche Heimat des Vereins.

Gerade, als dort in viel Eigenleistung ein neues Vereinsheim gebaut worden war, musste der FVE das Gelände an das Straßenbauamt abtreten, damit die Umgehungsstraße der B45 gebaut werden konnte. Der Fußballverein zog 1980 ins Sportzentrum an der Nieder-Röder-Straße um. Dort spielten die Eppertshäuser Fußballer die nächsten 38 Jahre auf einem Hartplatz, mit dem sich auch die hochklassigen Spieler einiger Bundesligavereine bescheiden mussten, die Eppertshausens Fußballern bereits einen Besuch abstatteten.

Im Oktober 2018 wurde aus dem roten ein grüner Platz. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde konnte der Verein das „Projekt Kunstrasen“ nach langer Vorbereitungszeit endlich umsetzen.

zeta

Quelle: op-online.de

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