Soziale Kontakte sind der Schlüssel

21-jährige Iranerin ist Beispiel für gelungene Integration

Eppertshausen - Für viele Flüchtlinge ist Eppertshausen zu einer neuen Heimat geworden. Eine von ihnen ist Roxana, die mit ihrer Familie in der Gemeinde ein neues Leben beginnen kann. Von Yvonne Fitzenberger

Roxana ist eine von aktuell 160 Flüchtlingen, die in Eppertshausen lebt. Sie ist Anfang des vergangenen Jahres mit ihrem älteren Bruder und ihren Eltern aus dem Iran nach Deutschland gekommen. In der Gemeinde Eppertshausen fand sie eine neue Heimat, in die sich die ganze Familie integrieren will. Die 21-jährige Roxana besucht zurzeit das Abendgymnasium, in dem sie bei einem integrierten Deutschkurs mitmacht. Zusätzlich nimmt sie auch noch an einem weiteren Integrationskurs am Vormittag teil, um die deutsche Sprache schnellst- und bestmöglich zu lernen. Und das mit Erfolg. Roxana macht bemerkenswerte Fortschritte und hilft ihrer ganzen Familie, die im Übrigen auch eifrig deutsch lernt, bei sämtlichen Anliegen.

Aber nicht nur bei der Kommunikation hilft die 21-Jährige: Da die Mutter durch eine körperliche Einschränkung auf einen Rollstuhl angewiesen ist, erschwert das die einfachsten Dinge im Alltag. Einkäufe und Busfahrten sind schwierig zu meistern. Selbstverständlich hilft die Familie, so eben auch Roxana, der Mutter in jeder Hinsicht. Ebenso bekommt sie vom sozialen Dienst der Gemeinde Eppertshausen reichlich Unterstützung.

Jedoch möchte Roxanas Mutter nicht in ihrem Rollstuhl daheim sitzen bleiben. Vielmehr will sie bei möglichst vielen Aktivitäten dabei sein. Denn ihr ist bewusst, dass soziale Kontakte und persönliche Gespräche mit anderen Menschen enorm zur Integration und dem praktischen Erlernen der deutschen Sprache beitragen. Was Roxanas Mutter bis dato bemerkenswert gelungen ist.

Mai-Fire der Feuerwehr Eppertshausen: Bilder

Zurzeit leben 160 Flüchtlinge in Eppertshausen. Der Höchststand liegt bei 180 Geflüchteten. Sie teilen sich den Wohnraum in drei Gemeinschaftsunterkünften oder leben in Privatwohnungen. Dabei treffen die unterschiedlichsten Nationalitäten aufeinander: Die Flüchtlinge stammen aus dem Iran, Irak, aus Somalia, Syrien und Eritrea. Aber auch aus Jamaika und aus der Türkei flüchten Menschen nach Deutschland und beginnen ein neues Leben mitunter in Eppertshausen. „Aktuell reicht der Wohnraum noch aus“, sagt Sebastian Köhler von der Gemeinde Eppertshausen. Das habe vor einigen Monaten noch anders ausgesehen. Nach aktuellen Stand sei keine weitere Unterkunft nötig. „Aber wer weiß, was noch passiert“, fügt Köhler an. Von der Abschiebung bedroht sind aktuell 20 Flüchtlinge aus Afghanistan und Albanien.

Quelle: op-online.de

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