Staatsekretär lobt Lotus-Boss

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Großer Auftritt vor hohem Besuch: Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann, Lotus-Boss Erko Ernes Kalac und Staatsekretär Michael Bußer bekommen eine Vorführung in Kampfkunst.

Eppertshausen - Hoher Besuch beim Sportverein Lotus: Zur landesweiten Aktionswoche Integration lobte Staatssekretär Michael Bußer dessen Vorsitzenden über alle Maßen.

„Ich bin sehr beeindruckt, was der Gesundheits- und Kampfsportverein Lotus hier in Eppertshausen für eine hervorragende Integrationsarbeit leistet. Dem Macher des Vereins, Erko Ernes Kalac, der auch als Integrationsbotschafter des Deutschen Olympischen Sportbundes aktiv ist, gebührt hoher Respekt. Ganz nach dem Motto der Landesregierung: ‘Integration durch Sport‘ wird hier vorbildliches geleistet.“

Es sei ein zentrales Element des Sports, dass er davon lebe, Werte wie Fairplay, Toleranz, Gerechtigkeit und sozialer Umgang zu vermitteln, meinte Bußer bei der Begegnung, die auch viel Nachwuchs staunend verfolgen durfte.

Sport als bestes Mittel zur Integration

Der Gast aus Wiesbaden erachtete Sport als das beste Mittel zur Integration. Er stehe dafür, dass mit fairen Mitteln, klaren Regeln und der entsprechenden Umsetzung gehandelt werde. Durch das Training würden Werte vermittelt und wirkten über die jungen Menschen als Multiplikator in die Gesellschaft hinein.

Und „Integration durch Sport“ ist das zentrale Motiv von Lotus, so der Sprecher der Landesregierung. Bußer befand: „Es ist das Ziel von Erko Ernes Kalac, der als politischer Kriegsflüchtling aus dem ehemaligen Jugoslawien gekommen ist, zu integrieren. Der ehemalige Spitzensportler hat durch eigenes Erleben so manche Schwierigkeit im Integrationsprozess kennen gelernt. Nun ist es sein Ziel, jungen Menschen zu helfen, diesen Prozess zu verkürzen und sich in unserem Land heimisch zu fühlen. Er und sein gesamtes Team, das hier im Verein aktiv ist, leisten Großartiges.“

Solche Menschen brauche man in Hessen. Er sei gekommen, um diesem Vorzeigeverein zu danken.

Lotus ist Stützpunktverein des bundesweiten Programms „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes und wurde 2006 mit dem Hessischen Integrationspreis sowie dem Heinz-Lindner-Preis des Landessportbundes Hessen ausgezeichnet. Heute hat jeder vierte Hesse eine Zuwanderungsgeschichte, entweder aus persönlichem Erleben oder über Eltern und Großeltern. Bei Kindern unter sechs Jahren hat fast jedes zweite Kind ausländische Wurzeln. „Da sind solche Vereine wie hier in Eppertshausen, die gerne einen Teil zu einer erfolgreichen Integration leisten wollen, mehr als hilfreich. Vielfalt bringt frischen Wind und tut unserer Gesellschaft gut“, lobte der Gast aus Wiesbaden den Eppertshäuser, der seit kurzem für die SPD in der Gemeindevertretung wirkt.

Dialog-Plattform im Netz

Die Landesregierung bietet für die Integrationswochen wieder die Dialog-Plattform an. Interessierte können sich dort zu folgender Frage an die Landesregierung wenden: „Integration ist und bleibt eine Zukunftsaufgabe, um das Miteinander der Menschen in Hessen zu gestalten. Welche Maßnahmen sind Ihrer Meinung nach wichtig, um die Integration in Hessen auch in Zukunft voranzubringen?“ Bis zum 18. April können Beiträge und Anregungen auf der Plattform hinterlegt werden.

Die eingestellten Kommentare und Meinungen werden von den Internet-Nutzern durch eine Abstimmung bewertet und anschließend beantwortet.

tm

Quelle: op-online.de

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