Mit Matschanlage und Märchenturm

Außengelände der Kita Sonnenschein erfährt für 40 000 Euro Rundumerneuerung

Die Bagger sind schon angerückt: Eppertshausens Kita Sonnenschein bekommt eine rundumerneuerte Außenanlage.
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Die Bagger sind schon angerückt: Eppertshausens Kita Sonnenschein bekommt eine rundumerneuerte Außenanlage.

Die Kindertagesstätte Sonnenschein an der Abteistraße soll ein neues Außengelände bekommen, die ersten Bagger sind bereits angerückt. Im Haushaltsetat für dieses und für nächstes Jahr sind jeweils 20 000 Euro für die Umgestaltung eingestellt.

Eppertshausen – Zwei Kindertagesstätten gibt es in Eppertshausen derzeit. Die Kita Sonnenschein in Trägerschaft der Gemeinde und die katholische von St. Sebastian neben der Bürgerhalle liegen kaum 200 Meter voneinander entfernt. Nachdem St. Sebastian das Außengelände vor zwei Jahren für rund 50 000 Euro und mit viel Eigenleistung umgestaltete, folgt nun Sonnenschein.

Im Juli vergangenen Jahres beschloss der Gemeindevorstand, den Auftrag für die Planung einer Erneuerung des Freiareals der Kita zu erteilen. Prof. Bernhard Meyer von der Evangelischen Hochschule Darmstadt hat mit dem Team der Kita und mit der Verwaltung einen ersten Entwurf für die Umgestaltung erarbeitet, der im Bau- und Sozialausschuss beraten wird und in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung am Montag, 16. März, um 20 Uhr zur Beschlussfassung steht.

Ganz so marode ist die Gesamtanlage nicht, weshalb der Schwerpunkt bei der Umgestaltung auch auf der Ergänzung und Modifizierung des Vorhandenen liegt. Nur drei Objekte sollen komplett erneuert werden: Matschanlage, Kletterturm und Spielanlage.

Eine Zweierschaukel, die auf dem Gelände steht, kann zunächst wohl nochmals wiederverwendet werden, wenngleich die Empfehlung lautet, sie über kurz oder lang durch eine Dreierschaukel zu ersetzen. Doch vom Bauhof an andere Ecke des Geländes umgesetzt, tut sie es wohl noch eine Weile. Eine bislang weitgehend ungenutzte Ecke am Zaun soll aufgemöbelt werden. Ein drehbares Periskop – besser noch drei dieser Guckinstrumente – soll an Pfosten befestigt den Kindern Spaß und Kommunikation bringen.

Die Wasserspielanlage indes ist arg in die Jahre gekommen. Das vor allem bei Jungen beliebte Spielgerät hat nur noch tröpfelnden Zufluss von Wasser, es leckt allenthalben. Besonders Spaß machte es ja eigentlich, wenn das Wasser so richtig überläuft, doch ist die alte Anlage zu selten in Betrieb. „Der Zustand ist bedauernswert“, heißt es in der Analyse. Und: „Dieses ist eines von drei Objekten, die eindeutig negativ gesehen werden.“ Allein schon deshalb, weil es bei vielen anderen Vorhaben auf dem Freigelände auch im Wege ist. Kommen also eine angedachte neue Wasserpumpe mit Verzweigung und Wasserwippe aufs Freigelände, dann sicher anders positioniert. Mit Kosten von 7 000 Euro schlägt sich dieses Vorhaben im Planwerk nieder.

Günstiger kommen da schon Spielhäuschen und Aussichtsplattform. Erstere sind wichtig für Rollenspiele und sie dienen auch als Rückzugsort. Noch kann man von ihnen aus auch gut zur Feuerwehr hinüber schauen. Dies soll auch eine zu reparierende Aussichtsplattform weiterhin gewährleisten. An der Randseite, die zur Straße hin zeigt, sollen zudem auf drei Pfosten jeweils drei Spielzeug-Fernrohre geschraubt werden. Plattform und Fernrohr-Pfosten schlagen mit etwas über 1000 Euro zu Buche, die Umsetzung der Häuschen und deren Instandsetzung liegt preislich ähnlich.

Der Märchenturm, herausragendes Spielobjekt der Außenanlage im wahrsten Sinne, wird neu herausgeputzt, ist er doch für die Kinder stets ein „geheimnisvoller Ort“. Neu: Im Halbkreis vor dem Patchworkbau werden Robinien-Palisaden in unregelmäßiger Form in der Erde versenkt.

Eine Rollenrutsche nebst Weidentunnel könnte mit bis zu 10 000 Euro zu Buche schlagen, beides soll auf einem bislang als Freifläche wenig genutzten Areal installiert werden. Ersatzlos entfernt werden soll laut Empfehlung der Planer und der Erzieherinnen der schon klapprig gewordene Kletterturm im Sandkasten. „Der Gesamtzustand lädt nicht zur Verbesserung ein“, lautet hierzu das Urteil.

VON THOMAS MEIER

Quelle: op-online.de

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