Einwohnerstruktur verändert sich kaum

Eppertshausen ist beliebte Zuzugsgemeinde

Eppertshausen - Die aktuelle Kommunalstatistik ist veröffentlicht und zeigt: In der Gemeinde an der Gersprenz bleibt alles beim Alten. Sie liegt im Kreisdurchschnitt. Von Yvonne Fitzenberger 

Trotz der gestiegenen Flüchtlingszahlen in Deutschland blieben die Einwohnerzahlen in Eppertshausen stabil. „Die Zahlen ändern sich minimal. Es fällt fast nichts auf“, sagt Marius Murmann, zuständig für den Fachbereich Hauptamt und Soziales bei der Gemeinde. Denn: Eppertshausen ist eine Zuzugsgemeinde, erläutert Bürgermeister Carsten Helfmann. „Wir profitieren hier vom Ballungsraum Rhein-Main, wodurch Neubaugebiete entstehen können.“

Zum Stichtag Ende Juni lebten 6 298 Menschen in der Gemeinde. Ob aus der Türkei, aus Polen oder Italien, ob Frankreich, Thailand oder den USA – in Eppertshausen versammeln sich insgesamt 78 verschiedene Nationen. Die Migranten machen 12,9 Prozent der Einwohner aus. Das entspricht 811 Menschen, die keinen deutschen Pass besitzen. Damit liegt die Gemeinde im Kreisdurchschnitt. „Nur die Verteilung hat sich etwas geändert“, sagt Helfmann.

Die meisten der Nichtdeutschen stammen aus der Türkei, aus Polen, Italien und Pakistan. Aber auch aus exotischeren Ländern kommen die gemeldeten Personen: Mosambik, Kirgistan und Japan. Wenn auch nur jeweils ein Einwohner pro Land.

In der Kommunalstatistik finden auch die Flüchtlinge, die in Eppertshausen gemeldet sind, Beachtung: In der Gemeinde leben zurzeit 71 Flüchtlinge, deren Herkunft nicht nachzuweisen ist, da sie zum Beispiel ohne Pass gereist sind. Auch aus Ländern wie dem Irak, Iran und Syrien sind Menschen nach Eppertshausen gekommen. In dem Zusammenhang erwähnt Helfmann in einer Mitteilung die „vorbildliche Integrationsarbeit“ der Vereine, Kirchen und Organisationen. Dazu zählen mitunter die zahlreichen Deutschkurse, die angeboten werden. Oder die Betreuung durch die Kirchen, die sich um persönliche Probleme einzelner Flüchtlinge kümmern. Auch in den Vereinen sind immer mehr Migranten anzutreffen, berichtet Marius Murmann. „Gerade im Fußball sind die Mannschaften inzwischen sehr gemischt.“

Kennen Sie die Wappen aus der Region?

In der Kommunalstatistik werden aber nicht nur die Nationalitäten der Gemeindebewohner aufgeschlüsselt. Der Frauen-Männer-Anteil der Eppertshäuser Population, die ihren Erst- oder Zweitwohnsitz in der Gemeinde haben, ist nahezu ausgeglichen. Lediglich um 56 übersteigt der Männeranteil den der Frauen in Eppertshausen. Von den Männern und Frauen sind 3 017 verheiratet und 14 leben in einer Lebenspartnerschaft. 433 Personen sind geschieden und 377 verwitwet.

Eppertshausen könne eine positive Entwicklung verzeichnen, sagt Helfmann. „Es sieht auch weiterhin gut für unsere Gemeinde aus“, weiß Helfmann zu berichten. „Wir haben das Glück, dass die fixen Kosten für die Infrastruktur von einer gleichbleibenden Anzahl an Einwohner getragen werden.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare