„Jeder Boxer ist anders“

Boxerklub Dieburg-Eppertshausen wird 40 Jahre alt

Die Spezial-Rassehunde-Ausstellung gehört zu den regelmäßigen Höhepunkten auf dem Gelände des Boxerklubs Dieburg-Eppertshausen. Fotos: Dörr
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Die Spezial-Rassehunde-Ausstellung gehört zu den regelmäßigen Höhepunkten auf dem Gelände des Boxerklubs Dieburg-Eppertshausen.  

Der Boxerklub Dieburg-Eppertshausen wird 40 Jahre alt und zählt derzeit 54 Mitglieder und 35 Hunde. Besonderes im Geburtstagsjahr: die DM-Quali soll am 6. September in Eppertshausen steigen.

Eppertshausen – Kurzes Fell, starke Knochen, stämmige Statur, typischer Vorbiss und teilweise mehr als 30 Kilogramm schwer: Das sind nur einige Attribute jener deutschen Hunderasse, dem sich der Boxerklub Dieburg-Eppertshausen verschrieben hat.

Der Boxer ist es, dem sich die sechs Züchter und insgesamt 54 Mitglieder der regionalen, von Männern und Frauen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet belebten Gruppe, die Teil des deutschlandweiten Boxer-Klubs ist, intensiv widmen. Das Klubgelände im Eppertshäuser Gewerbegebiet Park 45 wird unter anderem bei Spezial-Rassehunde-Ausstellungen immer wieder Treffpunkt der deutschen und sogar europäischen Szene. 2020 feiert der Klub sein 40-jähriges Bestehen und hat den geplanten Höhepunkt trotz der Corona-Krise noch nicht abgeschrieben.

Im April sollte der Boxer-Klub in Eppertshausen Gastgeber für die Qualifikationsprüfungen zur Deutschen Meisterschaft sein. Das Virus machte das ebenso zunichte wie seine 40-Jahr-Feier, die am vergangenen Samstag stattfinden sollte. Laut Barbara Allmann – die Dieburgerin ist selbst Züchterin und seit 2013 Vorsitzende des Klubs – gibt es jedoch Hoffnung: Die DM-Quali in Eppertshausen ist für den 6. September neu terminiert worden. Verbunden natürlich mit einer gewissen Unsicherheit, ob die buchstäblich virulente Gesamtsituation die Veranstaltung dann auch tatsächlich gestattet.

Immerhin: Den Übungsbetrieb auf dem Klubgelände haben die Hundefreunde Ende Mai wieder aufgenommen. Im klassischen Sinne „Pause“ machen können Herrchen und Frauchen ohnehin nie: Die Vierbeiner brauchen schließlich auch dann Bewegung und Beschäftigung, wenn die Welt ringsherum lahm liegt. Peu à peu nimmt das Training also wieder Fahrt auf.

Kurzes Fell, starke Knochen, stämmige Statur, typischer Vorbiss - und teils mehr als 30 Kilogramm schwer: Das sind nur einige Attribute, mit denen man den Deutschen Boxer in Verbindung bringt.

Neben der Aufzucht von Welpen sind die Mitglieder des Klubs ganzjährig im Hundesport aktiv. Zu seinem Angebot zählen etwa die Vorbereitung auf den Sachkunde-Nachweis, die Begleithunde-, Ausdauer- oder Zuchttauglichkeits-Prüfung sowie Fährtenarbeit, Welpenstunden und Erziehungskurse.

All das geschieht auf einem Areal, das der Klub Mitte der 80er – fünf Jahre nach seiner Gründung 1980 – vor den Toren Eppertshausens erworben hat. Vereinsheim und Zaun sind mittlerweile in die Jahre gekommen; das Gebäude soll deshalb kernsaniert und der Zaun erneuert werden. „Wir wollen weiter dort bleiben“, schildert Barbara Allmann, dass der Boxerklub seine Zukunft im „Park 45“ sieht.

Neben dem Dieburger „Boxerzwinger von Alcazar“ sind im heimischen Boxerklub fünf weitere Züchter und ihre Zwinger vertreten: zwei aus Münster, einer aus Frankfurt, einer aus Reichelsheim und einer aus Wald-Michelbach – was die regionale Reichweite der Gruppe verdeutlicht. Sie alle eint die Leidenschaft für ihre Lieblingsrasse. „Der Boxer ist temperamentvoll, anhänglich, kinderlieb und hat einen großen Beschützerinstinkt“, hat Carina Kiekbusch (Münsterer „Boxerzwinger aus dem Räuberland“) einmal charakterisiert. „Für einen Boxer muss man geboren sein“, sagt auch Allmann, die weiß, dass die Hunde gerade ob ihres markanten Äußeren polarisieren.

Heute sei der Boxer, den seine Besitzer entgegen einem Vorurteil als relativ gesunde Rasse bezeichnen, „kein Modehund, er hat aber immer seine Fans“. Wenn Barbara Allmann Welpen hat, „habe ich viele Anfragen“. Langweilig wird ihr und den anderen passionierten Hundehaltern des Klubs mit ihrem Favoriten auch in der x-ten Generation nicht: „Jeder Boxer ist anders.“

VON JENS DÖRR

Quelle: op-online.de

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