Feuriger Rutsch in Wonnemonat

+
„Endlich mal wieder was los in Eppertshausen“ brachten es Jugendliche zum ersten „Mai-Fire“ in der neuen Bürgerhalle zum Ausdruck.

Eppertshausen (mj) - Als um kurz vor Mitternacht DJ „DoppelMerz“ den Countdown ansetzt und runterzählt, stellt sich unweigerlich die Frage: „Ja ist denn schon wieder Silvester?“

Die Frage nach dem neuen Jahr ließ sich verneinen, dafür die These verifizieren, dass ein guter Rutsch in den Wonnemonat ebenfalls eine tolle Sache ist.Zumindest bei der Freiwilligen Feuerwehr Eppertshausen war das der Fall. Dort fand am Vorabend zum Tag der Arbeit erstmals die „Mai-Fire“ statt. In der neuen Bürgerhalle hieß das unumstößliche Motto: „Wir feiern die ganze Nacht“. .

Die Grundlagen dafür schafften ein DJ, die Münsterer „Hinnergasse Buwe“, ein breites Cocktailangebot und die erwartungsfrohe Haltung der Besucher, was die Premiere wohl so alles bringt.

„Wir wollten einfach zeitgemäßer werden“

Die „Mai-Fire“ ist das Ergebnis der Klausurtagung des Feuerwehrvorstands im März letzten Jahres. „Mit Blick auf den mangelhaft besuchten Familienabend mussten Änderungen her. Wir wollten einfach zeitgemäßer werden“, erzählt Feuerwehr-Vereinsvorsitzender Jürgen Müller. Vor allem die jungen Vorstandsmitglieder forcierten, „etwas mit Pep“ für die jüngere Generation zu bieten. Die „Mai-Fire“ war geboren – allerdings zunächst ohne „Fire“, dann aber doch mit einem Lagerfeuer vor der Halle. „Für uns als Feuerwehr musste das einfach mit rein“, lacht Müller, der die Veranstaltung nicht zuletzt als eine Form der Jugendarbeit sieht.

Mit seinen 40 Helfern hatte der Vereinsvorsitzende auch am späteren Abend noch gut lachen, denn die Party schlug wahrlich ein: Rund 500 Leute bescherten den Blauröcke ein volles Haus, so dass sogar noch Getränke nachgeholt werden mussten. Dazu waren sowohl Alt und Jung gleichermaßen vertreten, selbst Ehrenvorsitzende wurden gesichtet. „Das ist umso besser, da wir den Ausdruck ,Tanz in den Mai’ extra vermieden haben“, ergänzt Müller. Dem gemischten Publikum wurde der Mann am Plattenteller - oder besser gesagt am CD-Player – mit abwechslungsreichen Rhythmen von Pop und Rock über Schlager bis hin zum Discosound gerecht.

Junges Publikum füllt die Halle

„Es ist laut aber gut. Man müsste nochmal 20 Jahre jünger sein“, sagt Michael Spieß (50) aus Ober-Roden während er auf das jüngere Publikum blickt, das am späteren Abend zunehmend die Halle füllt. „Ich will mit aufs Bild“, ruft Ute Huther (49), als der Partyfotograf plötzlich dasteht und Bilder machen will, die später auf der großen Bühnenleinwand in Endlosfolge gezeigt werden. Eigentlich wollte Huther zum Tanz in den Mai des TV Münster. Nachdem der Reigen dort abgesagt wurde, kann sie nun mit ihrem Sohn feiern, denn der ist mit seinen Freunden ebenfalls in der Bürgerhalle zu finden.

Nicht im Drehbuch stand, dass sich einige Jugendliche vor der Halle daneben benahmen und Flaschen zerdepperten. Für die Verantwortlichen ein Ärgernis, dass kleine Gruppen immer wieder den Drang haben, negativ auffallen zu müssen. Dem Gesamterfolg der Veranstaltung tat dies keinen Abbruch. Und auch nicht dessen offensichtlicher Notwendigkeit: „Endlich mal wieder was los in Eppertshausen“, bilanzierte die 22-jährige Hanna Herbig.

Quelle: op-online.de

Kommentare