Nächsten Monat Richtfest

Die 14 Gemeindewohnungen in der Mozartstraße wachsen

+
Das Objekt „Mozartstraße 12a“ wächst derzeit in die Höhe. Ende 2020 sollen die 14 Wohnungen in Eppertshausen bezogen werden.

In der Mozartstraße baut die Gemeinde Eppertshausen derzeit ein Gebäude mit 14 Wohnungen, die bald zu einem günstigen Preis an Menschen mit niedrigem Einkommen vermietet werden sollen.

Eppertshausen – Ende April war Baubeginn für das mittlerweile 2,2 Millionen Euro schwere Projekt. Mitte September soll das Richtfest steigen.

Diesen Termin nennt Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU). Der Rathaus-Chef geht zudem davon aus, dass der Rohbau noch in diesem Jahr fertig gestellt wird. „75 Prozent der Gewerke sind vergeben“, sagt Helfmann. Voraussichtlich Ende 2020 kann das Gebäude neben den Bahngleisen, das die Adresse „Mozartstraße 12a“ erhält, bezogen werden.

Bereits Mitte des kommenden Jahres soll die Vermietung der 14 barrierefreien Wohnungen, die zwei bis vier Zimmer und insgesamt eine Wohnfläche von 1 000 Quadratmetern haben werden, beginnen. Da die Kaltmiete mit 7,05 Euro pro Quadratmeter und Monat gedeckelt und für einen Neubau in Eppertshausen günstig ist, weil er von der Gemeinde ohne Gewinnerzielungsabsicht errichtet wird, haben in der Mozartstraße auch nur bestimmte Personen Aussicht auf ein neues Dach über dem Kopf.

„Vermietet wird nur an Leute mit einer Wohnungsbindungs-Bescheinigung“, erläutert Helfmann das Prozedere. Diese Bescheinigung wird von der Gemeinde erstellt. Insbesondere der Nachweis eines bestimmten Maximaleinkommens ist Voraussetzung dafür, eine solche Bescheinigung zu erhalten. An Berechtigten wird es Helfmanns Prognose nach nicht mangeln: „Wir werden die 14 Wohnungen sicher gut vermieten.“ Derzeit habe man 40 Interessenten. Allerdings hat die Gemeinde noch nicht geprüft, wie viele von ihnen tatsächlich zum Einzug in eine der neuen Unterkünfte berechtigt sind.

In Zeiten des spürbaren Mangels an bezahlbaren Wohnungen in vielen Kommunen des Rhein-Main-Gebiets zählte Eppertshausen in jüngerer Vergangenheit zu den Vorreitern unter den Städten und Gemeinden, was den Neubau staatlicher geförderter Wohnungen betrifft. Konkreter: Wohnungen, die rein durch die Mittel der Kommune gebaut werden. Denn die 2,2 Millionen Euro - ursprünglich hatte man im Rathaus mit 1,7 Millionen Euro kalkuliert - zahlt Eppertshausen letztlich komplett aus dem Gemeindesäckel. Das Land hat sich lediglich als Geber eines für 15 Jahre zinslosen Darlehens eingebracht, schießt wie der Bund aber nichts zu. Anders als es in einem neuen Landesprogramm der Fall ist, bei dem Wiesbaden auch die Tilgung mit 20 Prozent der Darlehenssumme fördert. „Da sind wir nachträglich leider nicht mehr reingekommen“, bedauert Carsten Helfmann. „Wir waren diesbezüglich mit unserem Projekt zu früh.“

VON JENS DÖRR

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare