Starker Neuzugang aus Rodgau

Gessler Service GmbH feiert im „Park45“ den Baufortschritt

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Neue Visitenkarte für den „Park45“: die Zentrale der Gessler Service GmbH nach vollendetem Rohbau.

Die neue Visitenkarte des „Park45“ nimmt kontinuierlich Gestalt an: Seit fünf Monaten befinden sich Zentrale und Lager der Gessler Service GmbH im Bau – an prominenter Stelle im nördlichsten Zipfel des Eppertshäuser Gewerbegebiets, als Erstes sichtbar für alle, die es aus Richtung Urberach von der andienenden B45 ansteuern.

Eppertshausen – Jetzt feierte die Unternehmerfamilie Gessler, die im Frühjahr 2020 mit einem ihrer beiden Firmen von Nieder-Roden nach Eppertshausen ziehen will, im Beisein von Mitarbeitern, Vertretern der Bauunternehmen und Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU) Richtfest. Eins zur Klarheit vornweg: Die Gessler Service GmbH, gegründet 1982, ist von der sogar schon seit 40 Jahren bestehenden Gessler GmbH zu unterscheiden. Letztere sitzt in Nieder-Roden und verbleibt mit ihren 100 Mitarbeitern auch künftig dort. Die Gessler GmbH ist auf die Kennzeichnung und Ausleuchtung von Rettungswegen spezialisiert. Dazu entwickelt und produziert sie Batteriesysteme, stellt aber auch innovative Leuchtentechnik her. Für Sicherheit sorgt das Familienunternehmen etwa in Einkaufszentren, Hotelkomplexen, Wolkenkratzern oder Industrieanlagen.

Zu den Aufgaben der nach Eppertshausen umziehenden Gessler Service GmbH wiederum gehören die Wartung, Inbetriebnahme und Montage der Notlichtsysteme der Gessler GmbH. Anfang 2020 werden 40 Mitarbeiter der Service GmbH (unter ihnen 25 Monteure, die täglich ins gesamte Bundesgebiet ausschwärmen) ihre Zelte in Nieder-Roden abbrechen und sich im „Park45“ neu errichten. Weitere Standorte wird die Service GmbH nach wie vor in München und Leipzig unterhalten.

Seit Februar arbeitet das von Geschäftsführer Marcus Gessler beauftragte Generalunternehmen, die Deutsche Projektbau aus Alzenau, nach architektonischen Vorlagen des Rodgauer Büros Kollmenter | Fink am Rohbau der Zentrale und am westlich davon (Richtung Rewe-Getränkemarkt) errichteten Lager.

„Im Dezember soll auch der Innenausbau fertig sein, das wird dann unsere Weihnachtsüberraschung“, versprach Matthias Porstein, Projektleiter der Deutschen Projektbau. Marcus Gessler hat den Einzug „im Frühjahr 2020“ fest ins Visier genommen, legte sich aber noch auf kein genaues Datum fest: „Wir müssen uns dann ja erst noch einrichten.“

Projektleiter Matthias Porstein verlas den Richtspruch.

Damit liegt das Unternehmen weiter in jenem Zeitplan, den es bereits beim Spatenstich im Dezember 2018 – dem witterungsbedingt eine Baupause im Januar folgte – ausgegeben hatte. Und das, obwohl die Zentrale mit Büro- und Schulungsräumen (auf 1 600 Quadratmetern) sowie das Lager (auf 1 000 Quadratmetern) auf einem Areal liegen, das wie weite Teile des Eppertshäuser Gemeindegrunds einmal Wasserschutzgebiet werden könnte. Dies stellte Auftraggeber und Planer mit Blick auf die Entwässerung des Geländes vor eine zusätzliche Hürde.

Eine Alternative zur zunächst angedachten Versickerung des Regens ist mittlerweile jedoch gefunden. Marcus Gessler denkt sogar schon über die Inbetriebnahme der als „repräsentativ“ geplanten Zentrale sowie des ersten Lagers hinaus. „Wir haben auf dem Grundstück ja noch Platz übrig, und ich gehe fest davon aus, dass wir in den nächsten Jahren noch ein zweites Lager bauen werden“.

Die Zentrale sei bereits üppiger dimensioniert als beim Start 2020 benötigt: „Das zweite Obergeschoss ist unsere Reservefläche.“ Diese von der Gessler Service GmbH fürs Erste noch nicht gebrauchte Fläche könne an andere Unternehmen vermietet werden. „Anfragen zum Beispiel von einer Zahnarzt-Praxis existieren“. Allerdings seien Vermietungen voraussichtlich maximal für einen Zeitraum von fünf Jahren Thema, da man damit rechne, die Reservefläche in nicht allzu ferner Zukunft selbst zu belegen.

Die Investitionssumme in den neuen Standort im „Park45“ wollte Marcus Gessler beim Richtfest nicht konkretisieren. Für Eppertshausen ist die Ansiedlung gewerbe- und grundsteuertechnisch auf jeden Fall einen Gewinn: Auch der formale Firmensitz der Gessler Service GmbH wird künftig von Rodgau in die Nachbargemeinde verlegt.  

jd

Quelle: op-online.de

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