Zum Fest soll alles fertig sein

Gestaltung des Kita-Außengeländes ist 80.000-Euro-Projekt

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Vorbereitung für Bauabschnitt zwei: Am Donnerstag versetzte das Bauteam des Vereins „Naturspur“ die Rutsche im Garten der Kita St. Sebastian.

Außengelände, zweiter Teil: Die Eppertshäuser Kindertagesstätte St. Sebastian hat im vergangenen Jahr mit der Optimierung der Spielmöglichkeiten auf ihrem Außenareal begonnen. Eltern und der Verein „Naturspur“ helfen beim 80.000 Euro teuren Projekt mit.

Eppertshausen – In den nächsten Wochen wird wieder gebaut, bis zum Sommerfest der Kita am 15. Juni soll alles fertig sein. Der Neugestaltung liegt der Gedanke zugrunde, den Kindern besonders attraktive Bewegungsangebote an der frischen Luft und für verschiedene Altersgruppe sowie in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu schaffen. Im Frühsommer 2018 wurde auf dem Gelände bereits ein entsprechender Bewegungsparcours errichtet. Dort können die Kinder klettern, balancieren, sich an Ringen entlang hangeln und auf Podeste springen. Zuvor gab es auf jenem kreisförmigen Teil des Gartens nur ein paar Reckstangen sowie die inzwischen an eine andere Stelle versetzte Vogelnest-Schaukel.

Wie Chris Müller vom Bauteam des Vereins „Naturspur“ erläutert, sind Verein und Kita eine naturnahe Gestaltung des Parcours und des Außengeländes wichtig. So ist das neue Gerüst zum Spielen, Toben und Grenzen Austesten komplett aus Robinienholz gefertigt. Bis zu zwei Meter geht es – auf dem höchsten der Podeste – nach oben. Für Sprünge oder auch Stürze wurde in diesem Bereich des Geländes dämpfender Kies ausgebracht. An anderer Stelle im Garten verschönerten Verein und Eltern im Vorjahr den Sandkasten, wo die Kids jetzt außerdem Wasser pumpen und wieder abfließen lassen können.

In den vergangenen Tagen waren Mitarbeiter des Bauteams von „Naturspur“ – der naturerlebnispädagogische Verein sitzt in Otterstadt nahe Speyer und hat als Steckenpferd den naturnahen Spielplatz-Bau – für die Vorbereitungen des zweiten Bauabschnitts vor Ort. Mit ihm soll es am Donnerstag, 9. Mai, losgehen. „Die Mitarbeit der Eltern ist wichtig. Sie gehört auch zum Konzept“, sagt Müller. Im vergangenen Jahr, diese Zahl nennen die Stellvertretende Kita-Leiterin Veronique Braun sowie Bianca Reimer vom Elternbeirat, hätten Eltern bereits 600 Arbeitsstunden geleistet.

Beim zweiten Bauabschnitt dürften hunderte hinzukommen. Der Bewegungsparcours im Rondell wird fortgesetzt und über den ihn umgebenden Weg gebaut; die benachbarte Rutsche, die nun dafür schon mal versetzt wurde, wird ins Gesamtkonstrukt integriert und ist über einen Netztunnel erreichbar. „Wir kommen in den nächsten Wochen immer donnerstags, freitags und samstags nach Eppertshausen und rechnen mit sechs Helfern pro Tag“, blickt Chris Müller voraus. Veronique Braun geht davon aus, dass der 8. Juni der letzte Arbeitstag wird und beim Sommerfest der Kita eine Woche später alles in neuem Glanz erstrahlt.

Neben dem Know-how von „Naturspur“, gerade in Fragen der Sicherheit, sowie der Tatkraft der Eltern wird bis dahin natürlich auch weiteres Geld investiert. Allerdings ist die zweite Bauphase ebenfalls schon durchfinanziert. Von den Gesamtkosten in Höhe von 80.000 Euro trägt die Gemeinde Eppertshausen, der das Kita-Areal gehört, mit 50.000 Euro den Löwenanteil. Die Kirchengemeinde gibt als Betreiber ebenfalls etwas hinzu, Eltern spendeten. Lokale Unternehmen brachten und bringen sich auch ein, derzeit etwa die Müller Umweltdienst GmbH aus Eppertshausen mit der kostenlosen Bereitstellung eines Mini-Baggers.

Einen wesentlichen Anteil der Finanzierung leistete auch eine Schwarmfinanzierung („Crowdfunding“) im Internet, durch die 16.000 Euro zusammenkamen.

VON JENS DÖRR

Quelle: op-online.de

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