Christine Schwinn eröffnet Praxis

Hausärztin startet am Montag

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Ab Montag praktiziert Allgemeinmedizinerin Christine Schwinn (Mitte) über der Volksbank und erweitert das hausärztliche Angebot in Eppertshausen. Die Arzthelferinnen Sonja Göldner (links) und Brigitta Müller gehören ebenfalls dem Praxisteam an.

Der kommende Montag, 1. April, ist ein wichtiges Datum für die Gesundheitsversorgung in der Gemeinde.

Eppertshausen –Mit den an diesem Tag traditionellen Scherzen hat das nichts zu tun: Denn kein Gag, sondern seriöse Tatsache ist es, dass ab diesem Tag wieder drei Fachärzte für Allgemeinmedizin im Ort auch für die Kassenpatienten da sind.

Weil Wolfgang Trausmuth eine hausärztliche Praxis ausschließlich für Privatpatienten führt, war Matthias Röckel in Eppertshausen seit Jahresbeginn praktisch allgemeinmedizinischer „Alleinunterhalter“. Ab Montag startet nicht nur in seiner Praxis im Sandweg die neue Kollegin Ute Lessing (wir berichteten). Auch Christine Schwinn, die bis Ende 2018 noch zusammen mit Röckel eine Gemeinschaftspraxis betrieben hatte, legt dann in eigenen Räumlichkeiten los.

Bis zur Eröffnung von Schwinns Praxis am Montag werden sieben Wochen des Umbaus vergangen sein. Die Medizinerin aus Hergershausen war kurz vor Weihnachten fündig geworden und ließ das Domizil seit Februar herrichten. Ihr eigenes ärztliches Reich schafft sie sich nun im Volksbank-Gebäude an der Ecke zwischen Hauptstraße und Bahnhofstraße.

Der Eingang wird allerdings über die Mozartstraße auf der Rückseite des Objekts erfolgen. Im Haus mit der offiziellen Postadresse „Bahnhofstraße 13“ praktiziert Schwinn ab dem 1. April zusammen mit den beiden Arzthelferinnen Sonja Göldner und Brigitta Müller. Perspektivisch soll auch noch eine dritte Arzthelferin hinzukommen.

Die Räume befinden sich im zweiten Obergeschoss und sind derzeit nur über die Innentreppe erreichbar. Neben Empfang und Wartezimmer sowie einem Labor, einem Raum für Verbände, einem EKG-Zimmer und einem Lager wird das Sprechzimmer der Hausärztin zentrale Anlaufstelle werden. „Das wird sich aber ändern“, verspricht Schwinn und kündigt an, dass das Haus „in etwa drei Monaten“ einen außen angebauten Aufzug erhalten wird. Die Volksbank als Vermieter habe der Baumaßnahme bereits zugestimmt und wird sie zunächst finanzieren. Schwinn stottert die Kosten für den Aufzug dann peu à peu über ihre Miete ab.

Vom Aufzug unabhängig hat sie einen hohen fünfstelligen Betrag in ihre Praxis investiert. 12 000 Euro für die Anschaffung medizinischen Geräts bekam sie aus der Leader-Förderung der Europäischen Union bewilligt. Die 35-Jährige will langfristig in Eppertshausen bleiben: „Wir haben einen Mietvertrag über 15 Jahre abgeschlossen.“

Bis die leichtere Erreichbarkeit ihrer Praxis insbesondere für Menschen mit Gehbehinderung durch den Aufzug gewährleistet sei, wolle sie den Patienten „in den ersten Monaten verstärkt mit Hausbesuchen helfen“. Die soll es prinzipiell freilich auch nach der Inbetriebnahme des Aufzugs geben; dann sei dies aber sicher seltener nötig.

Die Öffnungszeiten ihrer Praxis hat Christine Schwinn wie folgt festgelegt: am Vormittag montags, dienstags, donnerstags und freitags vormittags von 8 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 8 bis 10 Uhr, darüber hinaus am Nachmittag montags, dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Täglich von 8 bis 10 Uhr ist Notfall-Sprechstunde, zu der man auch ohne Anmeldung kommen kann. Zu den anderen Zeiten bittet die Fachärztin für Allgemeinmedizin um vorherige Terminvereinbarung. VON JENS DÖRR 

Quelle: op-online.de

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