Unterstützer der Eppertshäuser Kicker ehren ihre Gründungsmitglieder

Seit 25 Jahren Förderverein für 100 Jahre alten FVE

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Der Vorsitzende des FVE-Förderverein, Werner Schultheis (links), ehrte die anwesenden Männer der ersten Stunde. Neben ihm waren das Hans Heckwolf, Reinhold Euler, Dieter Gruber, Karl-Heinz Kraus und Peter Helfmann.

Drafi Deutscher und Andy Borg treten höchst selten in Eppertshausen auf. Vor 25 Jahren, zum 75-jährigen Bestehen des FVE, kamen sie und sorgten für eine unvergessliche Jubiläumsfeier.

Eppertshausen – Um die Sache zu finanzieren, gingen im Vorfeld 13 Männer innerhalb des FVE die Gründung eines Fördervereins an, der auch danach Bestand haben sollte. In diesem Jahr blickt die mittlerweile auf 22 Mitstreiter angewachsene Unterstützer-Riege auf eine Aktivität von 25 Jahren.

Nun wurde das mit einem Empfang samt Mittagessen beim TAV gefeiert. Da der Förderverein auch einen Seniorentreff ausrichtet, zu dem einmal im Jahr alle über 65-jährigen FVE-Mitglieder willkommen sind, kombinierte man beide Veranstaltungen im TAV-Heim.

„Ich bin erst seit vier Jahren dabei, drei davon als Vorsitzender. Da dürften aber noch viele Jahre Mitgliedschaft hinzu kommen“, machte Werner Schultheis in seiner Begrüßung klar. Der Vorsitzende schlug damit den Bogen zu den 13 Gründungsmitgliedern, die 25 Jahre vereinen: Karsten Keller, Heinz Corzilius, Wilfried Jaksche, Dieter Gruber, Walter Hartig, Willibald Klemenz, Peter Beckmann, Karl Tordy, Reinhold Euler, Karl-Heinz Kraus, Bernd Lippert, Peter Helfmann und Hans Heckwolf. Vier davon sind bereits verstorben, andere waren verhindert. So wurde den fünf Anwesenden mit Helfmann, Kraus, Euler, Gruber und Heckwolf Dank und Anerkennung zuteil. Die beiden letztgenannten stellen nicht nur Gründungsmitglieder dar, sondern unterstützen die Sache von Anbeginn bis heute äußerst rührig.

Waren die Förderbeträge zu Beginn noch gering, wuchs die Summe im Verlauf der Jahre stetig an. Heute hat der kleine Verein einen wesentlichen Anteil daran, dass der FVE finanziell auf gesunden Füßen steht. Auch zum neuen Kunstrasen trug er bei. Die Aktivitäten zum Generieren von Geldern zeigen sich vielfältig: Zweimal im Jahr gibt es die FVE-News mit Anzeigen. Dazu kommt die Abwicklung der Bandenwerbung. Auch das Kikeriki-Theater wurde in den Ort geholt, das erste Eppertshäuser Oktoberfest ausgerichtet und eine Aprés-Ski-Party ins Leben gerufen. Der Seniorentreff wird seit 2016 angeboten. Sogar ein Würfelclub existiert mittlerweile. Ständig findet die Suche nach neuen Sponsoren und Unterstützern statt.

Gemäß Satzung fließen alle erwirtschafteten Beträge in voller Höhe dem FVE als Hauptverein zu. Der verteilt die Summen dann an die jeweiligen Sparten, darunter die Jugendabteilung oder den aktiven Bereich.

Bürgermeister Carsten Helfmann dankte den Emsigen im Förderverein und wünschte dem FVE für den bevorstehenden 100. Geburtstag alles Gute. „Aus einem Fest geht man gestärkt heraus“, sagte Helfmann. Weitere Glückwünsche kamen von Marion König vom FVE-Vorstand und Stephanie Groh für die Jugendabteilung. König bezeichnete den Förderverein als enorme Stütze. Gerade in den Zeiten, als es dem Verein finanziell nicht gut ging, habe er sich als wichtiger Anker erwiesen.

Die Feier des Fördervereins offenbarte, dass es dem Hauptverein mit solchen Kümmereren nicht bange sein muss – zumindest finanziell.

Allerdings warf Reinhold Euler mit einem Augenzwinkern die sportliche Misere ein, in der man stecke, und dass mit der 75-Jahr-Feier einst der Abstieg verbunden war. So etwas wünsche man sich nicht wieder. Eher das Gegenteil: „Wir drehen den Spieß einfach rum und steigen auf“, war man sich sicher.

VON MICHAEL JUST

Quelle: op-online.de

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