Schnell, stabil und ständig verfügbar

Start des Pilotprojekts für Glasfaserausbau

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Entega-Geschäftsführer Frank Gey (links) und Mirko Tanjsek vom Unternehmen Deutsche Glasfaser stellten mit Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann (Mitte) das gemeinsame Glasfaser-Pilotprojekt vor.

Die Gemeinde ist in den vergangenen Jahren gewachsen und expandiert weiter. Mit der steigenden Einwohnerzahl und dem Zuzug von Gewerbetreibenden soll nun auch die digitale Infrastruktur mithalten.

Eppertshausen – Dazu starten der Energieversorger Entega und das Unternehmen Deutsche Glasfaser (DG) Ende März ein Pilotprojekt im Landkreis. Das Ziel: alle rund 2 300 Haushalte sowie die Betriebe in den Gewerbegebieten im Westen und Osten der Gemeinde und dem Park 45 mit garantierten Datenübertragungsraten zwischen 200 und 1000 Mbit/s zu versorgen.

„Den Impuls gab ein Gewerbetreibender, der mit seinem Unternehmen aus Rodgau nach Eppertshausen zog“, erzählt Bürgermeister Carsten Helfmann. Der Unternehmer habe angeregt, Möglichkeiten für einen Ausbau der digitalen Infrastruktur, wie es ihn in Teilen des Landkreises Offenbach bereits gibt, auszuloten. „Wir wissen, dass immer mehr Menschen zu Hause ein Büro haben, von dem aus sie einen Großteil ihrer beruflichen Aufgaben erledigen“, erläutert Helfmann. „Auch sie benötigen eine Internetverbindung, die nicht nur schnell, sondern auch stabil ist.“

Stabil, schnell und stetig verfügbar sollen die Glasfaserverbindungen sein, die Entega und Deutsche Glasfaser bis Ende 2020 in Eppertshausen bauen wollen. Der Unterschied zum üblichen Breitbandausbau bestehe darin, dass die Verbindungen nicht nur bis zu den in jeder Kommune installierten Verteilerkästen reichen, erklärt Mirko Tanjsek von DG.

„Üblicherweise besteht die Verbindung vom Verteilerkasten bis zu den Haushalten aus herkömmlichen Kupferleitungen. Die Bandbreite teilt man sich mit anderen Nutzern. Sind zu viele Menschen gleichzeitig online, nehmen bei diesem Verfahren die Datenübertragungsraten deutlich ab. Wir bauen die Glasfaserleitungen von einem zentralen Verteilpunkt im Ort bis zu jedem Haushalt oder Gewerbebetrieb. Somit können wir vertraglich zugesicherte Übertragungsgeschwindigkeiten garantieren.“

Ein offenes Netz solle in Eppertshausen entstehen, führt Tanjsek weiter aus. „Kunden sind nicht an Deutsche Glasfaser oder Entega gebunden. Auch andere Dienstanbieter können sich in das Glasfasernetz einmieten, sodass die Bürger frei wählen können.“ Allerdings werde das Netz nur dann gebaut, wenn mindestens 40 Prozent der Eppertshäuser sich für einen Glasfaser-Hausanschluss entscheiden.

Stichtag ist der 17. Juni. Bis dahin brauchen die kooperierenden Unternehmen verbindliche Zusagen von knapp 1000 Eppertshäuser Haushalten. „Bis zu diesem Stichtag ist der Hausanschluss kostenlos. Danach wird er, je nach Aufwand, mindestens 750 Euro kosten“, sagt Entega-Geschäftsführer Frank Gey. Sollten weniger als 40 Prozent der Haushalte an dem Angebot interessiert sein, könne das Projekt nicht umgesetzt werden.

Sowohl Entega als auch Deutsche Glasfaser bieten neben der klassischen Kombination aus Telefon- und Internetflat sowie den garantierten Datenübertragungsgeschwindigkeiten auch eigene TV-Produkte an. Für Dienstag, 9. April, sind die Eppertshäuser Bürger zu einer Informationsveranstaltung über das geplante Glasfaserprojekt eingeladen. Beginn ist um 19 Uhr in der Bürgerhalle an der Waldstraße. (zeta)

Quelle: op-online.de

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