Im Jubiläumsjahr wird kräftig gefeiert

OWK Eppertshausen: 100 Jahre und voller Tatendrang

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Der neue Vorstand ist der alte: Beim Odenwaldklub Eppertshausen geht man mit dem bewährten Verantwortlichen in die nächsten drei Jahre und in die anstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten.

Eppertshausen - Der Odenwaldklub steht in einem großen Festjahr: 100 Jahre ist die Ortsgruppe alt. Dafür sind einige Feiern geplant. Alter und neuer Vorsitzender ist Norbert Anton. Und eine neue Sparte soll gegründet werden: Neben dem Wandern will man sich stark auch dem Radeln widmen. Von Michael Just

Norbert Anton heißt der neue und alte Vorsitzende des Odenwaldklubs Eppertshausen. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Haus der Vereine wurde er einstimmig wiedergewählt. Kontinuität herrscht auch bei den Kollegen: Ohne Gegenstimme verrichten für die nächsten drei Jahre Bernhard Kraus als Stellvertreter, Roswitha Groh als Rechnerin, Heiko Friedrich als Schriftführer, Manfred Hechler als Wanderwart, Claus Murmann für das Orchester und Katharina Euler für die Jugend ihre Ämter. Seit über 20 Jahren ist Norbert Anton Vorsitzender des OWK. Wie der Eppertshäuser nach seiner Wiederwahl ankündigte, soll dies seine letzte Amtszeit sein. In die wird das 100-jährige Bestehen des Vereins 2017 fallen. „Ich bin vor allem deshalb nochmal angetreten, da ich mit den Vorbereitungen meinen Nachfolger nicht belasten will“, sagte Anton. Bei den nächsten Vorstandswahlen sieht er es aber als unabdingbar, dass eine Neuausrichtung mit eingehender Verjüngung erfolgt.

Zum großen Jubiläum ist unter anderem ein Bahnhofsfest und eine Sonnenwendfeier in großem Rahmen geplant. Die vier Ausschüsse, die das Festjahr vorbereiten, sind bereits eingerichtet und haben ihre Arbeit aufgenommen. So kümmert sich ein Arbeitskreis um die Chronik sowie die angedachte Ausstellung.

In seinem Jahresrückblick rief der Vorsitzende nochmal die drei in 2016 veranstalteten Mehrtagestouren und Freizeiten, darunter die Schneeschuhwanderung im Erzgebirge oder die Aktivitäten auf der Blumeninsel Madeira, in Erinnerung. Dazu gesellten sich 16 Tagesfahrten und zwei Halbtageswanderungen. Im Durchschnitt schnürten 38 Teilnehmer die Stiefel, was einen sehr hohen Zuspruch bedeutet. „Auch die Kooperation mit den Wanderfreunden aus Münster entwickelt sich positiv. Das gilt für die Teilnehmerzahl als auch die Fahrtkostenzuschüsse, die mit der Zusammenarbeit niedriger geworden sind“, führte Anton an.

Ein dickes Lob ging an den OWK-Nachwuchs: So hätten die Jugendabteilung und das Schülerorchester bei vielen Veranstaltungen ein sehr positives Bild abgegeben, darunter beim Himmelfahrtsfest am Haus Westermann oder der Kerb. Im Bereich Naturschutz wurden vergangenes Jahr vor allem kleinere Arbeiten in den Biotopen verrichtet. Dabei fielen personelle Probleme ins Auge. Laut Vorsitzendem werde man sich deshalb daran machen, Helfer zu reaktivieren oder neue zu gewinnen. Fortgeschrieben wurde die Erfolgsgeschichte „In den Stöcken“: Im vierten Jahr brüten dort bereits Weißstörche. Bei der letzten Brut zogen die Elterntiere zwei hungrige Klappenschnäbel groß. Mit Hilfe des Münsterer Bauhofs gelang es erneut, die Storchenkinder zu beringen.

Navi und Warnsystem: Was moderne Rad-Computer leisten

Die Mitgliederzahl des OWK bewegt sich derzeit bei rund 500. Bis zum Stichtag 31. Dezember kamen neun neue Mitglieder hinzu, 28 traten aus oder verstarben. Laut Anton liegt im Verein noch nicht jene Überalterung vor, wie sie bei anderen Odenwaldklubs in der Nachbarschaft bereits auszumachen ist. Mit einem abwechslungsreichen Jahresprogramm, zu dem neben sportlichen Wanderungen auch viele kulturelle und gesellige Schwerpunkte gehören, halte man noch einen mittleren Altersdurchschnitt.

Zu dessen Fortbestand könnte die neue Radel-Sparte beitragen: So laufen gerade Planungen für die Errichtung einer Radfahrergruppe. In den nächsten Tagen soll dazu Konkretes vorgelegt werden. „Ich bin zuversichtlich, dass dafür genügend Interessenten zusammenkommen“, so Anton. Wie bei den Wanderern sind auch hier besonders sportliche Angebote und Mehrtagestouren vorgesehen.

Quelle: op-online.de

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