Jens Murmann wird der neue Kerbvater

Ära von Kerbmutter Katharina Schröder zu Ende

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Vor 25 Jahren nahm Lutz Murmann (rechts) sein Amt als Kerbvater auf. Als kleine Aufmerksamkeit fürs Jubiläum schenkten ihm Kerbmutter Schröder und Helfmann vom Kerbkomitee einen Bembel.

Das Geheimnis um den neuen Eppertshäuser Kerbvater ist am Sonntagnachmittag in der Bürgerhalle gelüftet worden.

Eppertshausen – Nach dem Kerbspruch der bis dato amtierenden Kerbmutter Katharina Schröder, die diese Aufgabe dreimal übernommen und schon im Vorjahr angekündigt hatte, das Zepter in diesem Jahr übergeben zu wollen, schritt unter lautem Gejohle Jens Murmann auf die Bühne.

Er muss im kommenden Jahr nicht nur ein Schlappmaul beweisen und die Kerbrede halten, sondern wird auch an zentraler Stelle in die Organisation des viertägigen Fests eingebunden sein. .

Das diesjährige Fest, das mit dem Kerbbaumaufstellen am Freitag sowie Gottesdienst, Umzug (wir berichteten) und Party am Samstag Fahrt aufgenommen hatte, klang am Montag mit dem Rummel in mehreren Eppertshäusern Kneipen aus.

Dazwischen lag der Sonntag, der als Familiennachmittag konzipiert ist. Kurzweil finden die Kinder da im kleinen Vergnügungspark des Babenhäuser Schaustellerbetriebs Fendt, die alljährlich über die Kerb auf dem Bürgerhallen-Parkplatz Station machen. Unterhaltung für die Großen bietet vor allem der Kerbspruch. Schröder verlas ihn letztmals.

Dabei glossierte sie Eppertshäuser Ereignisse, die ihr während der vergangenen zwölf Monate zugetragen wurden – etwa die vom Pfarrer, dessen Italien-Reise von Problemen mit dem Flugticket überschattet wurde, oder die vom nächtens noch mit Sonnenbrille Auto fahrenden Ortsansässigen, der sich über die schlechte Sicht wunderte.

Auf die konkrete Nennung von Namen verzichtete Schröder stets, obgleich öfter ein Großteil der 400 Zuhörer wusste oder mindestens ahnte, wer gemeint war. Jedem dürfte es zudem bewusst gewesen sein, wen sie mit dem neuen, aus Eppertshausen stammenden Partner von Sängerin Helene Fischer meinte. Konsens in der Kerbrede, wie schon an der Eppertshäuser Fastnacht dieses Jahr: Das Thema lassen wir weitgehend ruhen, gerade mit Rücksicht auf die Familie des neuen Freunds des Stars. Wobei Schröder nicht verhehlte: „Eins ist trotzdem sicher klar – wir sind stolz auf unser Traumpaar!“

Der neue Kerbvater Jens Murmann (links) setzte sich gleich mal den Hut auf. Daneben seine Vorgängerin Katharina Schröder und Bürgermeister Carsten Helfmann vom Kerbkomitee.

Stolz sein dürfen die Eppertshäuser auch auf die Amtsausführung ihrer ersten Kerbmutter. Schröder folgte auf vier Männer: Lutz Murmann, Michi Schledt, Jörn Müller und Tom Helfmann waren ihre Vorgänger gewesen. Murmann hatte das Amt vor 25 Jahren übernommen und blieb mit der ein oder anderen Rede nachdrücklich in Erinnerung. Das Kerbkomitee ehrte ihn am Sonntag mit einem Bembel, der gleich mit Apfelwein gefüllt wurde. Lutz Murmann dankte für die Aufmerksamkeit und forderte fürs nächste Jahr und das Kerbbaumaufstellen am Freitag gleich mal ein Kerbzelt ein. Diesmal hatten die Gäste nachher noch im kleinen Saal der Bürgerhalle gefeiert.

Stichwort feiern: Möglich war die Sause am Wochenende erneut nicht nur dank des aktuellen Kerbjahrgangs 2000/01 mit acht Kerbmädels und vier Kerbburschen sowie dem Kerbkomitee, sondern auch aufgrund der Hilfe mehrerer Eppertshäuser Ortsvereine. Erneut fand die Kerb „nur“ unter dem Dach des Komitees und nicht unter der Regie eines Kerbvereins, der weiter nicht existiert, statt.

VON JENS DÖRR

Quelle: op-online.de

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