Mit Mai-Fire in den Wonnemonat

Laserlicht im Hexenkessel

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Kaum noch ein Stehplatz war kurz vor 23 Uhr in der prall gefüllten Bürgerhalle zur Mai-Fire zu bekommen.

Eppertshausen - Mit einer fulminanten und farbenprächtigen Lasershow zu harten Beats und bassvolumigem House toppte die Freiwillige Feuerwehr in der Nacht zum Wonnemonat ihre bisherigen Mai-Fire-Feten. Von Thomas Meier 

 2011 war die erste Mai-Fire in Eppertshausen. „Die Premiere kann man sich einfach merken, denn im gleichen Jahr wurde die neue Bürgerhalle eingeweiht“, sagt Jürgen Müller, Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Der Settchesball und die Mai-Fire sind mittlerweile die Veranstaltungen mit den meisten Besuchern, doch die Kerb holt gewaltig auf.
Die Idee zum originellen Feuerwehrball im Mai kam aus dem Jugendbereich der Wehr. Hier wollte man etwas für die jüngere Generation ab 16 am Vorabend des 1. Mai anbieten. Das Konzept schlug gleich voll ein, wie Müller bestätigt. Zwischen 600 und 800 Gäste tummelten sich in den vergangenen Jahren in der Bürgerhalle, wenn es in den Wonnemonat ging. Und jedes Jahr will die Wehr ihre Gäste mit Neuem überraschen, nichts in Gewohnheit ausarten lassen. Zwar hatten die Brandschützer bereits vor drei Jahren mit ihrer ersten Lasershow einen optischen Knaller gesetzt, und auch im vergangenen Jahr blitzte und strahlte es sehr aus Lichtkanonen durch den gerammelt vollen Saal. Doch dem setzten die Veranstalter der Mai- Fire in der Nacht zu gestern noch einen drauf: Laser mit neuester Technik trieben die Feiernden auf die Tanzfläche. Die Lichter erfassten nicht nur die Decke, sondern tanzten elektronischen Derwischen gleich durch den ganzen Saal. Star Wars Lichtschwerter hätten es nicht vermocht, solch einen Hexenkessel in der Walpurgisnacht zu entfachen.

Klar, dass solche Spektakel eher das jugendliche Klientel ansprechen, doch ist Feuerwehrchef Müller froh, dass sich auch jede Menge 50-jährige und ältere in den Mai Feiernde unters Fire-Publikum mischen. Etwa ein Drittel der Besucher gehörte zur „reiferen Generation“. Und sie kam auch schon lange vor 22 Uhr, der Uhrzeit, an der die Jugend eine lange Schlange am Eingang fabrizierte.

Mai-Fire der Feuerwehr Eppertshausen: Bilder

Die Veranstaltung ist ab 16 Jahre. Jüngere bleiben wegen des Jugendschutzgesetzes und seinen Bestimmungen außen vor. Und auch für die 16- bis 18-Jährigen gilt Bändchenpflicht. Bier und Äppler ja, Spirituosen gibt es für diese Gruppe nicht.

Rund 70 Helfer rekrutiert die Feuerwehr aus ihren Reihen, um die Wonnemonatsfete zu organisieren und durchzuziehen. „Doch der Erfolg gibt uns recht: Der Aufwand lohnt durchaus“, sagt Müller.

Die Verpflichtung von „DJonas“, dem Plattemmixer des Abends, war wohl auch ein guter Griff: Der Saal groovte bis in die frühen Maien-Morgenstunden.

Quelle: op-online.de

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