Christel und Günter Fanghänel

Lebhafte Erinnerungen zur Diamantenen Hochzeit

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Christel und Günter Fanghänel feiern heute Diamantene Hochzeit in Eppertshausen.

Eppertshausen - Sie lernten sich in Potsdam kennen, waren beide auf dem Sprung in den Westen, verliebten sich und blieben so zunächst erst einmal doch weiterhin im Osten Deutschlands. Von Thomas Meier 

Via Berlin, Güstrow, Weißenfels und Frankfurt/Main verschlug es Christel und Günter Fanghänel schließlich 2005 nach Eppertshausen, wo das Ehepaar heute seine Diamantene Hochzeit feiert. Doch der Reihe nach:
Christel Fanghänel, geborene Maack, wurde vor 81 Jahren in Güstrow bei Warnemünde geboren. Nach ihrer Schulzeit lernte sie und arbeitete danach als Medizinisch-Technische Assistentin, unter anderem auch im Diagnostischen Institut in Berlin-Köpenik. Ihren Mann, geboren im thüringischen Zeulenroda, lernte sie in Potsdam kennen, wo der spätere Dr. Günter Fanghänel Mathematik studierte, somit auch damals bereits einer Leidenschaft nachging, der er noch heute frönt. Er promovierte 1970 und fand alsbald eine Stelle am Gymnasium in Weißenfels. Eine eher nur kurze Zeit lebten Fanghänels, die einen Sohn und eine Tochter bekamen, in Sachsen-Anhalt, dann folgte auch schon wieder der Ruf nach Berlin. Von 1966 bis 1992 sollten die Familie dort leben, denn der Dr. der Mathematik arbeitete an der Akademie der pädagogischen Wissenschaften.

„Bis die Akademie 1992 nach der Wende abgewickelt werden sollte“, erinnert sich Fanghänel an eine unsichere Zeit. Er wurde plötzlich arbeitslos. „Man empfahl mir den Vorruhestand. Doch wollte ich mich damit nicht abfinden.“ Fanghänel suchte und wurde alsbald in Frankfurt am Main fündig. Eine Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft versicherte sich Fanghänels Unterstützung. Und bis zu seinem 70. Lebensjahr arbeitete der vielfältige Mathematiker dort.

2005 wollte sich das Ehepaar verändern, suchte eine schöne Wohnung in netter Umgebung. „40 Objekte haben wir uns angeschaut im ganzen Rhein-Main-Gebiet. Für diese unsere Wohnung in Eppertshausens Ortsrandlage fiel letztlich die Entscheidung“, sagt Fanghänel und verweist auf den schönen Ausblick vom Wohnzimmer direkt aufs Naturschutzgebiet zwischen seinem neuen Wohnort und Münster.

Ein echter „Ruhesitz“ sollte die neue Adresse nicht werden. Christel Fanghänel widmet sich engagiert dem Seniorenturnen und der Seniorenhilfe. Beide spielen sie mit ganz viel Herz (und Kreuz und Pik und Karo) bei den Reizenden Buben Skat sowie im Freundeskreis Doppelkopf.

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Und Dr. Fanghänel widmet sich gar einem ganz speziellen Hobby: dem Krimischreiben. Unsere Zeitung berichtete bereits über drei Werke aus seiner Feder, ein viertes ist gar „gedanklich in Planung“.

Die Schriftstellerei kommt nicht von ungefähr. Sein Leben lang widmete sich Fanghänel der Fachliteratur, wirkte gar am „Mathematik-Duden, Basiswissen für 5. bis 10. Klasse“ mit, der heute noch im Unterricht verwendet wird. Und so war sein erstes Buch im Ruhestand auch „Zauberlehrlinge und Zahlen“, das er 2009 im Eigenverlag bei Books on Demand herausgab. Es ist ein Taschenbuch „über einfache mathematischen Probleme für Leser im Alter von zwölf bis 92 Jahren“, wie der Autor schmunzelnd im Untertitel anmerkt. Drei Krimis schrieb der Autor, plus einen Band mit Kurzgeschichten, von denen eine gar in Eppertshausen spielt.

Heute feiern die Jubilare mit Freunden im kleinen Kreis, am Wochenende mit der Familie, zu der auch zwei Enkelkinder gehören.

Quelle: op-online.de

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