Gemeindevertreter-Sitzung:

Mit Miete runter fürs Ärztehaus

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Die beiden Hausärzte, die 2018 in dieses Objekt im Sandweg einziehen werden, müssen dafür eine geringere Miete an die Gemeinde zahlen.

Eppertshausen - Im Beisein von 17 der 27 Mandatsträger hat die Eppertshäuser Gemeindevertretung den Weg für einen neuen Mietvertrag für das Ärztehaus im Sandweg freigemacht. Dort ziehen im kommenden Jahr zwei neue Hausärzte ein. Von Jens Dörr 

Preislich zurrten Christ- und Sozialdemokraten (bei einer Enthaltung) ohne Gegenstimme eine Reduzierung gegenüber der bisherigen Miete fest. Die SPD hatte derweil aus anderem Anlass grundsätzlichen Redebedarf. Zunächst einmal verständigten sich die beiden Fraktionen der Gemeindevertretung darauf, künftig von den neuen Ärzten nur noch einen Nettomietpreis in Höhe von 1 500 Euro zu erheben. Im aktuellen Mietvertrag, der noch bis Ende Januar 2018 läuft, erhält die Gemeinde monatlich 1800 Euro. „Wir legen damit nicht drauf, die Investition inklusive Abschreibungen rechnet sich“, sagte CDU-Bürgermeister Carsten Helfmann.

Die Gemeinde hatte das Objekt einst gekauft, vermietet es nun und sieht den günstigeren Preis als „Anschub“ für die Ansiedlung der beiden Hausärzte und einen Beitrag zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im Ort. Schließlich nähmen die beiden Hausärzte im kommenden Jahr auch die Praxisfläche von 200 Quadratmetern komplett ab, obwohl ihr Bedarf darunter liege.

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Für die CDU-Fraktion freute sich Charles Ross, dass die ärztliche Versorgung in Eppertshausen auch durch das Immobiliengeschäft fürs Erste gesichert sei – „ich denke vor allem, weil wie die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen konnten.“ Der Ankauf des Objekts im Sandweg geschah einst ohne die Stimmen der SPD. Sozialdemokrat Günter Schmitt betonte nun jedoch, dass es damals nicht um das Ob eines Ankaufs und der Sicherung der Ärzteversorgung gegangen sei, „sondern um das Wie“. Schließlich hätte sich die SPD eine Praxis auch gut in einem Objekt am Franz-Gruber-Platz vorstellen können.

Schmitt nutzte die Antwort auf Ross’ Worte aber auch zu einer Generalabrechnung mit der CDU, die ob ihrer absoluten Mehrheit in Eppertshausens Gemeindevertretung stets ohne Partner beschließen kann: Als SPD empfinde man sich „nur als schmückendes Beiwerk“, weshalb SPD-Vorschläge auch nicht ernsthaft geprüft würden. Ross wiederum konnte sich an keinen Vorschlag erinnern, kritisierte die kleinere Fraktion auch dafür, dass sie „in den letzten Monaten“ selten vollzählig antrete und konstatierte dem Gegenüber „eine gewisse Mutlosigkeit“. Schmitts Antwort lautete zynisch, es sei doch offenbar ohnehin „egal, was das bisschen SPD sagt“. Nach den etwas Ausgleich suchenden Worten von Rathaus-Chef Helfmann entspannte sich die Lage wieder ein wenig.

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Bereits eingangs der Sitzung hatte Helfmann mitgeteilt, dass wegen einer Auslegung, die später als geplant begonnen habe, der Eppertshäuser Nachtragshaushalt erst in einer weiteren Sitzung am 23. Oktober beschlossen werden könne. Am 27. Oktober soll eine Bürgerversammlung insbesondere den aktuellen Stand in Sachen Baugebiet „Am Abteiwald“ und der dort geplanten Seniorenwohnanlage transparent machen. Eine Personalie wurde auch geklärt: Ewald Gillner (CDU) rückt als Stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertretung für Parteikollege Stephan Brockmann nach. Brockmann war in Folge des Tods von Rainer Eder neuer Vorsitzender der Gemeindevertretung geworden.

Quelle: op-online.de

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