Bau stand auf der Kippe 

Voll im Zeitplan: Dann sollen die neuen Sozialwohnungen fertig sein 

In flottem Tempo wuchsen die vergangenen Wochen die Mauern für den teuer gewordenen sozialen Wohnungsbau an der Mozartstraße in Eppertshausen in die Höhe. Bald ist Richtfest. Foto: Th. Meier

Was vor über zweieinhalb Jahren im Gemeindeparlament beschlossen wurde, um dem enormen Druck auf dem Mietwohnungsmarkt entgegen zu wirken, feiert nächsten Monat Richtfest: Der soziale Wohnbaublock auf einem gut 1000 Quadratmeter großen Grundstück an der Mozartstraße ist in den vergangenen Wochen in die Höhe geschossen.

Eppertshausen - Ende kommenden Jahres sollen die 14 in ihm realisierten Wohneinheiten bezugsfertig sein. „Wir liegen voll im Zeitplan,“ freut sich der Leiter des Fachbereichs Bau und Umwelt im Rathaus, Jürgen Geist. .

Freuen wird es auch diejenigen, die auf einer der Wartelisten für günstige Gemeindewohnungen stehen, die im Rathaus geführt werden. 63 Wohnungen hat die Gemeinde in ihrer Hand, dafür gibt es zwei Wartelisten, eine für die Wohnungen in der Seniorenanlage und eine allgemeine. Eine dritte wurde aufgemacht für die 14 Wohneinheiten, die an der Mozartstraße 12 a entstehen. „Wir erweitern gerade unseren Bestand an Gemeindewohnungen um rund 20 Prozent. Würde dies jede Kommune im Land so tun, die Wohnraumnot wäre um einiges geringer“, sagt Geist.

Eppertshausen: Neue Wohnungen in Mozartstraße 

Vergeben seien noch keine der neuen Wohnungen, deren Mieten mindestens 15 Prozent unter dem Mietspiegel liegen müssen. Aber Interessenten gibt es freilich, die sich haben registrieren lassen. Nicht jeder kommt auf die Liste, denn dafür bedarf es schon einer „Wohnungsfindungsberechtigung“. Dies begrenzt den Personenkreis in der Gemeinde.

Vergeben wird – bei allem Interesse – in der Rohbauphase noch keine der begehrten günstigen Wohnungen. Zu viele Unwegsamkeiten können noch eintreten.

Und schon einmal, vor Baubeginn, stand der Sozialwohnungsbau an der Mozartstraße auf der Kippe. Ursprünglich wesentlich günstiger geplant, verteuerte sich das Projekt plötzlich schlagartig. Die Baukosten explodierten, und somit schlägt das nach einigen Krisensitzungen des Parlaments dennoch auf den Weg gebrachte Projekt nun mit 2,4 Millionen Euro zu Buche; 600 000 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen.

Eppertshausen zahlt Viertelmillion 

Doch zu hoch waren zum Zeitpunkt der Kostensteigerungen bereits die Ausgaben, die Eppertshausen für Planungen hinblätterte: knapp eine Viertelmillion Euro. Zudem wollte man auch nicht des zinslosen Darlehens in Höhe von 1,6 Millionen Euro verlustig gehen, das bereits vom Land in Aussicht gestellt worden war.

Bislang liegt die Gemeinde nicht nur im Zeit-, sondern auch im Kostenplan.  Von Thomas Meier 

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Quelle: op-online.de

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