Rundverkehr bald Kreisel

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Bald wird der wenig ansehnliche Rundverkehr an der Waldstraße ein echter Kreisverkehr.

Eppertshausen - Einen neuen Anstrich bekommen soll schon bald der rund gehaltene Kreuzungsbereich von Kurt-Schuhmacher-, Wald- und Beethovenstraße, an den auch die Maximilian-Kolbe-Straße reicht. Von Thomas Meier

Die SPD hatte im November beantragt, mit Schildern den Kreisel als solchen kenntlich zu machen und ihn in einen „echten Kreisel“ auszubauen. Bereits Mitte Dezember beschloss die Gemeindevertretersitzung nach mehreren Ausschusssitzungen mehrheitlich drei Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Front der Kindertagesstätte St. Sebastian (wir berichteten mehrfach). Jetzt stellte die Gemeindevertretung die erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von 3300 Euro zur Verfügung.

Vorangegangen waren einige Diskussionen über den recht provisorisch gestalteten und wenig schön anzuschauenden Rundverkehr nahe des Rathauses. Quer durch das Rund, das verkehrstechnisch kein echter Kreisverkehr ist, verlaufen gestrichelte Linien, die Fußgänger animieren, das Oval zu durchqueren. Markierungen sind verblasst, Pflanzkübel wenig anheimelnd als Begrenzungen eher willkürlich platziert. Einen wirklichen Guck hatte das Ensemble wohl nie. Doch lautete die Frage vielmehr, ist die Verkehrssituation so, dass man sie verbessern müsste? Die Verwaltung leitete die Dezember-Beschlussfassung zur Prüfung und Stellungnahme an das Polizeipräsidium Südhessen weiter.

Lediglich drei Unfälle

Bei einem Vor-Ort-Termin erläuterte ein Beamter die Unfalldaten der Polizeistation Dieburg für den Kreuzungsbereich. Demzufolge ereigneten sich von 2006 bis 2011 lediglich drei Unfälle dort, die auch aufgenommen wurden. Zweimal war falsches Rückwärts-Ausparken Unfallursache, einmal kam es wegen vereister Scheiben zum Zusammenstoß von Auto und Blumenkübel. Nach Meinung des Verkehrssachbearbeiters befindet sich der Kreisverkehrsplatz im Bereich einer Tempo-30-Zone, der nicht als Unfallschwerpunkt ausgewiesen ist. Die vorhandene Beschilderung entspreche der Straßenverkehrsordnung und sei nicht zu beanstanden.

Trotzdem werden die beratenen Verbesserungen mit dem bereitgestellten Geld umgesetzt. Bürgermeister Carsten Helfmann als Chef örtlicher Straßenbehörde signalisierte seine Zustimmung.

Schilder aus allen Zufahrtsrichtungen

So werden nun in der Mitte der zum Kreisel führenden Straßen Markierungen aufgebracht, die sich trichterförmig verbreitern. Fußgänger sollen künftig nicht mehr mitten durch den Kreisel laufen. Außerdem werden Schilder aus allen Zufahrtsrichtungen platziert, die auf den Kreisverkehr hinweisen. An den Einmündungen gilt dann nicht mehr die Rechts-vor-links-Regelung, sondern Vorfahrt für die Fahrer, die bereits im Kreisel sind.

Ferner wird ein absolutes Halteverbot neu eingerichtet, das vom Kreisel etwa 50 Meter bis zum Eingang der Kita reichen wird. So solle die Sicherheit für die Kinder erhöht werden.

Quelle: op-online.de

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