Sommertour

Bundestagsabgeordnete Astrid Mannes begeht Eppertshäuser Forst - „Wald wichtig für Wirtschaft und Klimaschutz“

Gemeinsam mit Bürgermeister Carsten Helfmann (links) und Revierförster Lothar Seipp besuchten Bundestagsabgeordnete Astrid Mannes den Eppertshäuser Wald.
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Gemeinsam mit Bürgermeister Carsten Helfmann (links) und Revierförster Lothar Seipp besuchten Bundestagsabgeordnete Astrid Mannes den Eppertshäuser Wald.

Auf ihrer coronabedingt verkleinerten Sommertour hat sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Mannes mit den beiden Revierförstern Lothar Seipp in Eppertshausen und Rudolf Schilling in Mühltal und getroffen, um sich über den Zustand der Wälder in ihrem Wahlkreis zu informieren.

Eppertshausen – In Eppertshausen begleitete sie Bürgermeister Carsten Helfmann. Bereits im vergangenen Jahr hatte Mannes den Griesheimer Wald mit dem Leiter des Darmstädter Forstamtes Hartmut Müller und Revierförster Michael Göbel begangen. „Der Zustand unseres Waldes ist leider besorgnisregend. Die drei Dürresommer der letzten Jahre und der starke Schädlingsbefall – beispielsweise Engerlinge und Borkenkäfer – haben dem Wald sehr geschadet“, berichtet die Bundestagsabgeordnete. „Es ist dabei unerheblich, ob es sich um kommunalen Wald, Staatswald oder welchen in Privatbesitz handelt.“

Der Wald im Darmstädter Bundestagswahlkreis ist sehr vielfältig. Er muss sowohl mit den sandigen Böden im Westen von Darmstadt als auch Lehmböden und Hanglagen zurechtkommen. Der Wald dient der Naherholung der Menschen – dies ist gerade im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet eine besonders wichtige Funktion –, ist ein wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, nimmt eine wichtige Rolle im Bereich des Klimaschutzes ein und ist ein Wirtschaftsfaktor, nämlich Lieferant des natürlichen Werkstoffes Holz. „Die Revierförster haben mir erläutert, dass sie momentan größtenteils mit der Verkehrssicherungspflicht beschäftigt sind und zu wenig Zeit für den Umbau oder Erhalt des Waldes haben“, erläutert die ehemalige Bürgermeisterin.

Hessen als waldreiches Bundesland müsse bei der Rettung des Waldes vorangehen. „Daher begrüße ich die Rücknahme des Stellenabbaus beim hessischen Forst. Wir müssen im Gegenteil das Berufsfeld im Forstbereich – gerade für junge Interessenten – noch attraktiver gestalten, um geeignetes Personal zu gewinnen und zu halten. Der Zwölf-Punkte-Plan zum Schutz der Wälder im Klimawandel der hessischen Landesregierung aus dem letzten Jahr ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch der Bund hat umfangreiche Mittel für den Wald bereitgestellt“, so Mannes. Außerdem müsse man das FSC-Siegel reformieren, um mehr klimarobuste, nicht-heimische Baumarten im Wald nachpflanzen zu können. Das FSC-Siegel schränke die Möglichkeiten ein, den Wald auf hitzebeständige und damit dem wärmeren Klima besser angepassten Baumarten umzustellen. Dies aber sei vielerorts notwendig, wenn man den Wald dauerhaft erhalten wolle. Denn die vorausgesagte zunehmende Sommertrockenheit werde den Stress der Bäume erhöhen (tm)

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