Beitragserhöhung soll den Eigenanteil finanzieren

FVE stimmt für Bau des Kunstrasens

Eppertshausen - Ab August 2018 wird der Fußball in Eppertshausen auf einem Kunstrasen-Großfeld rollen: Die Mitglieder des FV Eppertshausen machten in ihrer Jahreshauptversammlung am Freitagabend den Weg dafür frei, dass die Gemeinde den derzeitigen Hartplatz im Sportzentrum im Sommer des nächsten Jahres in ein Feld aus künstlichem Grün umbauen lassen kann.

76 der derzeit 596 FVE-Mitglieder waren in die Vereinsgaststätte gekommen, wo der Tagesordnungs-Punkt „Kunstrasen“ vorgezogen wurde. Günter Anton, der einem jüngst gegründeten Komitee angehört, das sich für den Verein mit dem Großprojekt befasst (wir berichteten), blickte zunächst darauf zurück, wie sich Verein und Gemeinde in der Vergangenheit so weit annäherten, dass der Kunstrasen-Bau in Bälde Realität werden kann. Hartplätze gelten unter anderem aufgrund ihrer Verletzungsgefahr als nicht mehr zeitgemäß, das Spiel auf Kunstrasen generell als attraktiver. Dies werde dem FVE auch helfen, die Früchte seiner Jugendarbeit besser zu ernten, indem die Jugendlichen seltener wechselten und länger im Verein blieben, sagte nach der Versammlung Marion König, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständiges Vorstandsmitglied. Im Eppertshäuser Fall hätte auf absehbare Zeit zudem eine Sanierung des Hartplatzes angestanden. Während die nun überflüssig wird, geht die Gemeinde als Eigentümerin des Sportzentrums mit den Fußball-Plätzen und der Sporthalle eine Sanierung des benachbarten Naturrasen-Großfelds mit umgebender Laufbahn noch in diesem Jahr ebenfalls an.

Für den FVE stellt indes der in der Sommerpause 2018 zu bauende Kunstrasen den großen infrastrukturellen Schritt nach vorn dar. Für das Projekt sind insgesamt rund 650.000 Euro veranschlagt. Bauherrin ist die Gemeinde, die einen Teil des Gelds selbst in die Hand nehmen will und darüber hinaus für das Erwirken von Zuschüssen (Land, Landkreis, Landes-Sportbund) verantwortlich zeichnet. Rund 100.000 Euro sind vom FVE selbst aufzubringen.

Diesen Betrag hat der Verein nicht auf der hohen Kante liegen, stellte am Freitag aber die Weichen dafür, den noch zu beantragenden Kredit erhalten und refinanzieren zu können: Die Mitglieder einigten sich darauf, den Monatsbeitrag um zwei Euro zu erhöhen. Dies betrifft die Mitglieder aller Abteilungen, auch der Nicht-Fußballer, und aktive wie passive und erwachsene wie jugendliche Mitglieder gleichermaßen. Bei einer Enthaltung und ansonsten nur Zustimmung fiel das Votum pro Beitragserhöhung und pro Beteiligung am Kunstrasen-Bau klar aus. Den hätte die Gemeinde ohne die FVE-Beteiligung nicht weiter verfolgt, da der FVE mit Ausnahme zweier Hobbymannschaften der alleinige Nutzer der Fußball-Plätze ist. Als Gegenleistung zu seiner Beteiligung wird für den FVE nicht nur der Kunstrasen gebaut; der Verein geht auch einen Nutzungsvertrag mit der Gemeinde über die Dauer von 25 Jahren ein.

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„Jetzt kann das mit dem Kunstrasen-Projekt betraute Gremium erst richtig anfangen zu arbeiten“, freute sich nach der Versammlung Vorstandsmitglied König über den Auftrag der Mitglieder, das Vorhaben zusammen mit der Gemeinde zu realisieren. Neben den zwei Euro Beitragsaufschlag (König: „Im Vergleich mit anderen Vereinen der Region liegen wir mit unserem Beitrag noch immer im niedrigen Bereich“) könnten auch Spendensammlungen und Veranstaltungen ihr Scherflein zur Finanzierung des Vereinsanteils beitragen.

Bekannt gegeben wurde am Freitagabend auch, dass mehrere Personen den Vorstand bis zu den nächsten Wahlen kommissarisch ergänzen: Sanel Demirovic als Vorstandsmitglied Sport, Achim Joha als Pressewart und Lothar Gruber als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Marion König wies zudem auf mehrere große FVE-Veranstaltungen in diesem Jahr hin: Am 1. April kommt Johannes Scherer auf Einladung der Karnevalsabteilung des Vereins in die Bürgerhalle, wo am 11.11. zudem eine „Helau-Nacht“ in Erinnerung rufen wird, dass Eppertshausens organisierte Fastnacht 44 Jahre alt geworden ist. Außerdem wird es wieder ein Oktoberfest geben. Termin: 23. September. (jd)

Quelle: op-online.de

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