Neujahrskonzert

Radetzky-Marsch toppt alles

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Das Kammerphilharmonieorchester unter Antal Barnás wurde mit stürmischem Applaus belohnt. 

Die Ungarische Kammerphilharmonie hat beim Neujahrskonzert in Eppertshausen viel Applaus eingeheimst. 

Eppertshausen - Professor Antal Barnás begrüßte Bürgermeister Carsten Helfmann in den Katakomben der Bürgerhalle begeistert, als der dem Chef der Ungarischen Kammerphilharmonie kurz vor Beginn des Neujahrskonzertes seine Aufwartung machte: „Es sind ja doppelt so viele Besucher gekommen als im vergangenen Jahr.“ Nun, verdoppelt hat sich die Besucherzahl nicht, aber waren es 2019 rund 100 Bürger, die den Weg zum Konzert der Ungarn fanden, so erfreuten sich am Donnerstagabend knapp 150 am vielbeklatschten Konzert. 

Helfmann freute sich dementsprechend, als er die 25 angereisten Musiker kurze Zeit später auf der Bühne vor dem Publikum auf Ungarisch begrüßte. Dass die Karten für das Neujahrskonzert der Gemeinde sich von 15 auf nunmehr 17 Euro verteuerten, konnte er auch locker erklären, gab es doch jetzt auch mehr fürs Geld: Ein Glas Sekt, eine Bretzel und ein weiteres Getränk waren jetzt im Preis mit drin.

Eppertshausen: Ungarische Kammerphilharmonie überzeugt 

Eingeladen waren von der Gemeinde die Ehrenstadträte und -beigeordneten sowie die 25 Top-Gewerbesteuerzahler Eppertshausens. Helfmann blickte lobend auf ein besonders für die Feuerwehr anstrengendes Jahr zurück und auf ein vereinstechnisch ereignisreiches 2020 voraus: 100 Jahre Fußballverein Eppertshausens sowie 130 Jahre Germania und ebensoviele Jahre TAV warteten mit vielen Veranstaltungen auf, sagte er.

Dann durfte sich das Publikum ganz dem ungarischen Klangkörper widmen, der 1999 von Barnás gegründet wurde. Das Orchester der Ungarische Kammerphilharmonie setzt sich aus Mitgliedern der führenden Orchester in Budapest zusammen.

Innerhalb kürzester Zeit hat sich das Ensemble einen hervorragenden Ruf in ganz Europa erworben. Es unternimmt jährlich mit Barnás eine Neujahrskonzerttournee in Österreich, Deutschland und in der Schweiz und tritt mit ihm bei verschiedenen Festivals und in vielen europäischen Konzertsälen auf. „Wir gehören mittlerweile zum fixen Bestandteil der europäischen Kulturszene“, sagt Barnás.

Eppertshausen: Nach dem Radetzky-Marsch brodelt der Saal 

Das Orchester ist unter seiner Leitung zu einem Klangkörper höchstem künstlerischen Niveaus gereift. 14 Auftritte gibt es zu Beginn dieses Jahres, wobei Eppertshausen ganz vorn lag. Gestern spielte es in Eltville, heute in Mendig, morgen in Auerbach ... Bis 14. Januar geben die Musiker Neujahrskonzerte, für den 1. Januar 2021 ist bereits heute schon Vilshofen terminiert.

In Eppertshausen wurden Stücke von Johann Strauß und Franz Lehar, von Rossini und und Curtis sowie weiterer Komponisten ausgeführt. Viel Beifall bekamen alle, vielleicht die populären Stücke wie die Ouvertüre aus dem Zigeunerbaron oder „An der schönen blauen Donau“ etwas mehr. Nach dem Radetzky-Marsch am Ende jedenfalls brodelte der Saal.    Von Thomas Meier

Quelle: op-online.de

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