Die Mittel sind da

Warum der Radweg zwischen Münster und Eppertshausen vorerst dunkel bleibt

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Tagsüber hell, nachts zunächst einmal weiterhin stockdunkel: Der Radweg zwischen Eppertshausen und Münster.

Bei der Gemeindevertretersitzung vor der Sommerpause ging es um einen Rundweg und einen Radweg. Bei letzterem läuft noch nicht alles rund.

Eppertshausen – Die Zahl der Akteure sinkt ab der nächsten Legislaturperiode 2021 von 27 auf 23. Grund für die Reduzierung ist die Entwicklung, dass sich immer weniger Personen finden, die sich ehrenamtlich einbringen wollen. Dabei ist das politische Engagement in Eppertshausen derzeit noch gut, dazu der Frauenanteil überdurchschnittlich hoch. In der Gemeindevertretung zählt die CDU elf Männer und fünf Frauen. Im Gemeindevorstand wird die CDU von zwei Frauen und zwei Männern repräsentiert, die SPD von einem Mann und einer Frau.

Ebenfalls positiv entschied die Gemeindevertretung über die Erweiterung des nördlichen Rundwegs auf dem Waldfriedhof. „Es war gut gemeint aber schlecht gemacht“, erläuterte Hans-Dieter Lehnen (CDU) vom Bau-, Planungs- und Umwelt-Ausschuss die einstige Entscheidung, aus Kostengründen keinen kompletten Rundweg zu bauen, sondern lediglich eine hufeisenförmige Lösung zu wählen. Die Lücke hat sich mittlerweile als ziemlich unpraktisch für Maschinen und Fahrzeuge herausgestellt, die auf dem Gelände zum Einsatz kommen. Deshalb wurde von der Verwaltung angeregt, die bisherige Beschlussfassung bei der Erweiterung des Waldfriedhofs zu überdenken und das fehlende Wegstück zu ergänzen. Das von der Landschaftsarchitektin ausgearbeitete Nachtragsangebot schließt mit einer Summe in Höhe von rund 18  000 Euro ab. Es fallen keine zusätzlichen Honorarkosten an.

„Die 18  000 Euro stehen ohne Probleme zur Verfügung“, hob Hans-Dieter Lehnen heraus. Nach jetzigem Stand kann mit der Ausführung der Arbeiten im August begonnen werden.

Mehr Geduld scheint für die geplante Beleuchtung des Radwegs zwischen Münster und Eppertshausen nötig zu sein. Zwar sind auch hierbei die Mittel von rund 230  000 Euro dank Fördergeldern der Europäischen Union in Höhe von 124  000 Euro sicher, dennoch wird die Umsetzung wohl nicht wie vorgesehen im Herbst dieses Jahres beginnen. Der Grund dafür ist, dass sich auf das Vergabeverfahren keine Firma gemeldet hat.

Laut Bürgermeister Carsten Helfmann bestehe nun die Möglichkeit, dass die Gemeinde selbst eine Firma für die Ausführung sucht und bestimmt. Dafür ist laut Gesetzgeber sogar eine bestimmte Kostensteigerung legitim. Laut Helfmann sei jedoch unklar, ob das aufgrund der Fördergelder in Einklang mit den Regelungen der EU steht. Das muss nun zuerst geprüft werden. Die Fördergelder der EU werden stets an einem exakten Eigenanteil der Kommunen bemessen, der bei einer Kostensteigerung nicht mehr gewährleistet ist. „Eventuell müssen wir nochmal neu ausschreiben“, sagte der Bürgermeister.

Michael Just

Quelle: op-online.de

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