Frisch gewählter Bürgermeister ganz der Alte

Carsten Helfmann (CDU) holt als Alleinkandidat in Eppertshausen 89 Prozent

Alter und neuer Bürgermeister: Carsten Helfmann.
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Alter und neuer Bürgermeister: Carsten Helfmann.

Der frisch wiedergewählte Bürgermeister war gestern Abend nach Auszählung der 1983 Stimmen von 4694 Wahlberechtigten wieder ganz der Alte. Und mit seinem Wahrergebnis von 89,07 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von immerhin 42,25 Prozent hoch zufrieden.

Eppertshausen – 213 Nein-Stimmen – das kann der Bürgermeister vor seiner vierten Amtszeit locker wegstecken: „Ich sehe dieses Ergebnis als Bestätigung der Arbeit der vergangenen Jahre. Und ich will auch weiterhin vollen Einsatz für Eppertshausen und seine Bürger bringen“, sagte Helfemann gestern um 19.22 Uhr, als das vorläufige Ergebnis feststand, vor dem Rathaus. Ein gutes Dutzend Besucher verfolgte hier an einer vom Beamer bestrahlten Leinwand die Auszählung und gratulierte Helfmann zum unumstrittenen Wahlsieg.

Für SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Manfred Hechler barg das Ergebnis freilich keine Überraschung. Einzig die Höhe der Wahlbeteiligung sei eine Unbekannte gewesen, meinte er gestern Abend. Es sei seiner Partei in Eppertshausen zum wiederholten Male schwer gefallen, einen Kandidaten aufzustellen. „Wäre Helfmann nicht nochmals angetreten, wir hätten eine erfolgversprechende Bewerbung gehabt“, sagt der Sozialdemokrat. Nun werde sich sein Ortsverein ganz auf die anstehenden Kommunalwahlen im März konzentrieren. Und: „Wir werden uns künftig stärker auch Nichtmitgliedern öffnen, sie in unsere kommunalpolitische Arbeit einbinden.“ Kontakte zu in Eppertshausens Gemeindevertretung derzeit nicht vertretenen Grünen habe man ebenfalls geknüpft.

Michael Crössmann, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Eppertshausen, freute sich, dass die Union wieder den Bürgermeister stellt: „Wir sind alle froh. Mit Carsten Helfmann haben wir den richtigen Mann am richtigen Ort“. Damit spielte er wohl auch auf die Abwanderungsgelüste des Mannes an, der nach der Wahl vor sechs Jahren eigentlich nur noch eine halbe Legislatur in Eppertshausen bleiben wollte, mit seiner Kandidatur in Rödermark aber scheiterte. „Hier weiß er, was er an uns hat. Und wir wissen, was wir an ihm haben“, sagte Crössmann. Die Union hätte den Wählern sicher gern auch mehr Auswahl geboten, von der eine Demokratie lebe, „doch da lag es nicht an uns, da war die SPD in Zugzwang.“ Die habe sich jetzt schon in Kommunalwahlkampfmodus begeben, in den auch die Union gleich übergehe. „Aber wir wollten uns zunächst auf den Bürgermeisterwahlkampf konzentrieren.“ Da habe man sicher mit den Leistungen der Vergangenheit beim Wähler gepunktet. Und auch mit den Projekten, die für die Zukunft geplant seien und bereits teilweise liefen. „Solange die Finanzen stimmen, läuft alles. Und da ist der Bürgermeister mit in großer Verantwortung.“ (Von Thomas Meier)

Kurz nach 18 Uhr: 1138 Briefwahl-Unterlagen fallen aus der großen Urne auf den Auszähltisch im Wahllokal in der Stephan-Gruber-Schule.

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