Familiendrama mit tödlichen Messerstichen

Hilfe bei der Wohnungssuche

Eppertshausen - Der 16-Jährige aus Eppertshausen, der vergeblich versuchte seine Mutter vor den Messerstichen des Vaters zu schützen, liegt nicht mehr im Krankenhaus. Nur eine Narbe über dem Daumen der linken Hand lässt auf den ersten Blick noch erahnen, was er durchlitten hat.

Gestern besuchte er mit der Mutter seines besten Freundes unsere Redaktion. Die beiden baten um Hilfe bei der Wohnungssuche.

Nach dem Familiendrama Anfang Dezember hat die alleinerziehende Mutter von drei Kindern die beiden Brüder bei sich aufgenommen. Dass es eng werden würde, war der 55-Jährigen angesichts der Notlage egal: „Die beiden sollen in Zukunft bei uns wohnen. Ich bin die Mutter vom besten Freund der Jungs. Sie kennen mich schon von klein auf. Seit 15 Jahren haben wir immer in den gleichen Mietshäusern gewohnt.“ Zum Schlafen gehen der 16-Jährige und sein zwei Jahre älterer Bruder derzeit noch zurück in eine Übergangsbleibe, die Bürgermeister Carsten Helfmann für sie organisiert hat. „Aber das ist keine dauerhafte Lösung. Die Atmosphäre dort ist kalt. Jetzt hoffen wir auf die Hilfe der Mitbürger“, berichtet die Ersatzmutter.

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Die sechsköpfige Patchworkfamilie sucht so schnell wie möglich ein neues Dach über dem Kopf, das Platz für sie alle bietet. Das künftige Heim sollte in Münster oder Eppertshausen liegen, um die 100 Quadratmeter groß sein und mindestens fünf Schlafzimmer haben. Ernst gemeinte Anfragen nimmt unsere Redaktion unter red.babenhausen@op-online.de entgegen und leitet sie weiter.

K. Hempel

Quelle: op-online.de

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