Familientragödie

Sohn wirkt gefasst, steht aber unter Schock

Eppertshausen - Der 16 Jahre alte Sohn, der seine Mutter schützen wollte und dabei von seinem Vater mit dem Messer schwer verletzt wurde, liegt immer noch im Koma. Das bestätigte Staatsanwalt Sebastian Zwiebel gestern auf Anfrage. Von Katharina Hempel

Der 18-jährige Bruder war am Mittwochabend nicht zuhause, als der Streit zwischen den Eltern eskalierte, und der Vater mit einem Messer auf seine Frau einstach und sie dabei tödlich verletzte. „Er wirkte auf mich gefestigt, aber ich glaube, dass er das alles noch gar nicht realisiert hat“, beschreibt Carsten Helfmann den Zustand des jungen Mannes. Der Bürgermeister hatte den 18-Jährigen am Samstagabend zu dessen vorübergehender Bleibe begleitet. Die Gemeinde hatte für ihn ein möbliertes Apartment organisiert. „In die Wohnung der Familie darf er wegen der Spurensicherung noch nicht rein.“

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Zustand des Sohnes kritisch

Am Wochenende haben sich laut Helfmann die Familie des Vaters und der Mutter zusammengesetzt, um zu besprechen, wo und wie der Leichnam der getöteten Frau beerdigt werde. Die Familie des Ehemannes ist aus Holland angereist. Ein Teil der Familie mütterlicherseits lebt in Deutschland. „Das hat den Sohn überrascht. Er wusste gar nichts davon. Sie haben wohl jahrelang keinen Kontakt mehr miteinander gehabt“, berichtet der Bürgermeister. Die Gemeinde sucht nun eine 40 bis 50 Quadratmeter große Wohnung in Eppertshausen, wo die beiden Brüder künftig zusammen leben könnten.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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