Traditionsfest der SPD Eppertshausen und der Dieburger Lebenshilfe

„Kleines Faschingsfest“ von Fußballern unterstützt

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Bürgermeister Carsten Helfmann (links) und SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Larem (rechts) übergaben Christine Ortwein-Kartmann von der Dieburger „Lebenshilfe“ Spenden. Freizeit spendierten derweil Vorstand und D-Junioren des FV Eppertshausen um Jugendleiterin Stephanie Groh.

Eppertshausen - Was seit 42 Jahren währt und noch immer großen und kleinen Fastnachtern sowie Menschen mit und ohne Behinderung sichtlich große Freude ins Gesicht zaubert, das kann und darf nicht einfach ausfallen: das „Kleine Faschingsfest“. Von Jens Dörr 

Tat das „Kleine Faschingsfest“ der SPD Eppertshausen und der Dieburger Lebenshilfe am Sonntag auch nicht und bot am Nachmittag wieder mehreren hundert Fastnachtern rund drei Stunden närrisch-bunte Zerstreuung. Zumindest mit Blick auf die personellen Herausforderungen war das Ereignis diesmal aber alles andere als ein Selbstläufer. Denn vor dem „Kleinen Faschingsfest“ hatte sich abgezeichnet, dass es hinsichtlich der helfenden Hände einen Engpass geben könnte. Zum Äußersten, einer Absage der Veranstaltung, die es nun schon seit mehr als vier Jahrzehnten gibt, kam es auch dank des Eppertshäuser Fußball-Vereins nicht: Der FVE, der mit seiner Jugendabteilung schon am Tag zuvor einen Kindermaskenball am selben Ort gefeiert hatte, brachte sich auch am Sonntag mit seinem Vorstandsteam in die SPD- und Lebenshilfe-Veranstaltung ein. Zudem wurden die D-Junioren-Fußballer des Vereins involviert.

„Was seit 42 Jahren besteht, darf nicht einfach ausfallen“, drückte FVE-Jugendleiterin Stephanie Groh das aus, was wohl alle im großen Saal der Bürgerhalle unterstrichen hätten. Die Unterstützung der Veranstaltung sei auch nicht als politisches Statement, sondern als pure Unterstützung zum Erhalt des Fests zu verstehen. Was sich im Übrigen mit dem deckte, was Eppertshausens SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Larem schon in den vergangenen Jahren nicht müde zu betonen wurde: dass die Veranstaltung „in keinster Weise einen politischen Hintergrund“ habe.

Das „Dreigestirn“ aus SPD, Lebenshilfe und FVE also sicherte die kleine Narretei personell ab und bewahrte gerade den aus dem ganzen Lebenshilfe-Gebiet angereisten Menschen mit Behinderungen einen der Höhepunkte „ihrer“ Kampagne. Zum Auftakt heizte dabei gleich mal DJ Tim Nürnberger ein, und das Publikum eröffnete den Nachmittag mit einer Polonaise durch den Saal. Die wurde später noch einmal wiederholt – dazwischen und danach richteten sich die Augen auf das Programm auf der Bühne und auf die mit Kuchen oder Würstchen beladenen Teller.

Menschen mit und ohne Behinderung feierten das „Kleine Faschingsfest“ in der Bürgerhalle Eppertshausen gemeinsam.

Erstmals etwas zu sehen gab es auf der Bürgerhallen-Bühne, als die Lebenshilfe-Musikgruppe „Handiclapped“ unter der Leitung von Marie Dolch auftrat. Danach profitierte die Veranstaltung davon, dass sich neben SPD und FVE weitere Gruppen aus Eppertshausen einbrachten: Die OWK-Tanzmäuse von Heidi Anton wirbelten ebenso über die weltbedeutenden Bretter, die teils schon vom Bühnenbild für die anstehenden FVCA-Sitzungen am Freitag und Samstag flankiert wurden, wie die TAV-Gruppe „EinzigArt“ unter der Leitung von Andrea Sehring.

Nachdem sich das Publikum von Tim Nürnberger gern zur nächsten Polonaise-Runde und zum ausgelassenen Tanz hatte aufrufen lassen, enterte eine weitere Kinder-Tanzgruppe des OWK, diesmal jene von Inka Bourhofer, die Bühne. Danach richteten sich die Augen auf die „Tanzstars“ der „Lebenshilfe“ (Leitung: Sasha Young), ehe das Programm des Nachmittags mit den OWK-Volkstänzern von Katja Berker und der FVCA-Tanzgruppe „Knackfrisch“ ausklang.

Freuen durfte sich die „Lebenshilfe“ neben der guten Stimmung, dem gelebten Integrationsgedanken und dem Besuch der SPD-Landtags-Abgeordneten Heike Hoffmann zudem über gleich drei Spenden: Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann übergab an Christine Ortwein-Kartmann 170 Euro, die die Gemeinde beim Grenzgang im Herbst gesammelt hatte. Einen Betrag in gleicher Höhe überreichte später für die Gemeinde auch noch Lutz Murmann. Den Inhalt einer Spendendose des „Kleinen Faschingsfests“ aus dem Vorjahr, 60 Euro, stellte für die SPD zudem Hans-Joachim Larem zur Verfügung. Die Spenden dieses Jahres sollen 2018 übergeben werden, wenn das „Kleine Faschingsfest“ hoffentlich auch zum 43. Mal stattfinden kann.

Archivbilder von 2016:

Settchesball in Eppertshausen: Fotos

Quelle: op-online.de

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