„Kunterbunte Fastnacht“

Närrisches Jubiläum in Eppertshausen gefeiert

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Zu den Tanzrunden vor der Bühne musste Alleinunterhalter Werner Utmelleki nie lange bitten.

Eppertshausen – Was früher einmal „Faschingsfest“ hieß, nennt die SPD Eppertshausen inzwischen „Kunterbunte Fastnacht“.  Von Jens Dörr

Das Prinzip der Veranstaltung, die am Sonntag zum 44. Mal stattfand, hat sich dadurch nicht geändert: mit der Narretei einen Beitrag zur Inklusion leisten, Menschen aller Generationen mit und ohne Behinderung zum ausgelassenen Kostümtrubel in einem Saal zusammenbringen. An die 200 Anhänger der fünften Jahreszeit dürften es bei freiem Eintritt auch zum närrischen Jubiläum gewesen sein, bei dem die Sozialdemokraten Hand in Hand mit dem FV Eppertshausen und der Dieburger „Lebenshilfe“ arbeiteten.

Die „Lebenshilfe“ betreut und begleitet Menschen mit Behinderung im Alltag, kümmerte sich auch in diesem Jahr um die Werbung fürs Ereignis. Zu den Gästen gehörten neben Kunden des Dieburger Vereins auch ganze Kleinbusse voller Fastnachter aus dem Behindertenzentrum Roßdorf und aus den Dieburger und Groß-Zimmerner Wohngruppen der Nieder-Ramstädter Diakonie.

Mancher reiste auch auf eigene Faust an – etwa der Dieburger Andreas Horak, der mit dem Rad nach Eppertshausen gestrampelt war. Als der von der SPD gebuchte Alleinunterhalter Werner Utmelleki am Keyboard die ersten Party-Hits anstimmte, machte sich auch auf Horaks Gesicht ein Strahlen breit: „An der Fastnacht gefällt mir alles“, meinte er, der zu den Stammgästen der Veranstaltung in Eppertshausen gehört.

Ähnlich begeisterungsfähig wie Horak waren die vielen anderen Besucher – ob groß oder klein, ob alt oder jung. Auch ein Rollstuhl stand der Teilnahme an der schon nach wenigen Liedern erstmals zelebrierten Polonaise durch den Saal nicht im Weg. Auf der Bühne, wo Genosse Andreas Larem moderierte, gab es zwischendurch immer wieder Tänze von OWK- und TAV-Tanzgruppen zu sehen, aber auch zwei Auftritte von Gruppen der „Lebenshilfe“. Unter eifrigem „Eppertshause’ Helau!“ marschierte am Nachmittag schließlich auch noch der FVCA-Elferrat (wenn auch personell dezimiert, weil zeitgleich die Frankfurter Eintracht spielte) zum Abschluss seiner Winterwanderung in die Bürgerhalle ein.

Wer etwas Energie für die nächsten Tanzrunden und von Utmelleki instruierten Choreografien vor der Bühne tanken wollte, war an der üppigen Kuchentheke der Jugendabteilung des FV Eppertshausen richtig. Dort schoben die C-Junioren Dienst. „Nach Jahren der Suche haben wir mit der Jugendabteilung des FVE inzwischen einen Kooperationspartner gefunden“, freute sich SPD-Ortsvorsitzender Manfred Hechler. Er stellte zudem heraus, dass „neben der Inklusion auch die Integration eine wichtige Bedeutung als Kulturgut“ besitze. Dazu trage man nun schon seit 1975 bei, „seit einer Zeit, in der Integration noch ein Fremdwort war“.

Neben den schönen Stunden am Sonntag leisteten SPD und FVE (Einnahmen aus dem Vorjahr) und Gemeinde (Spenden vom Gemarkungsrundgang 2018) auch noch einen finanziellen Beitrag zur Arbeit der „Lebenshilfe“ in Höhe von einigen hundert Euro. Ein Teil des Erlöses aus diesem Jahr – und auch vom FVE-Kindermaskenball – soll dem Verein, der Kunden aus diversen Orten der Region unterstützt, im kommenden Jahr überreicht werden.

Quelle: op-online.de

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