Bühnenteam versteht sich bei den FVCA-Sitzungen als „kleines Zahnrädchen“

Fußballer als „Mädchen für alles“

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Das FVCA-Bühnenteam, fast durchweg bestehend aus FVE-Fußballern, trägt zum reibungslosen Ablauf der Sitzungen in der Bürgerhalle bei.

Eppertshausen - Wenn im Saal das Helau erschallt und die Zwerchfelle erschütternd strapaziert werden, bekommen die närrischen Akteure tosenden Beifall. Doch die vielen helfenden Hände im Hintergrund sieht der geneigte Fastnachter zumeist nicht. Ein Blick hinter die närrischen Kulissen beim FVCA. Von Jens Dörr

Wenn Patrick Pesante und Danny Euler in diesem Jahr „von oben herab“ auf ihre einstigen Gefährten im Bühnenteam des FVCA Eppertshausen schauen, dann hat das nichts mit Hochmut zu tun. In den vergangenen Jahren sorgten sie im Hintergrund noch mit dafür, dass die großen Sitzungen der Fastnachtsabteilung des Fußball-Vereins in der Bürgerhalle reibungslos über die Bühne gingen. In diesem Jahr thronen Pesante und Euler selbst über den Brettern, die die Welt bedeuten: Sie sind nun in den Elferrat aufgerückt. Nicht nur als Sprungbrett dorthin hat die Mitgliedschaft im FVCA-Bühnenteam derweil ihren Reiz.

„Wir sind ein kleines Zahnrädchen“, sagt David Seib bescheiden. Zusammen mit Kevin Grimm, Benjamin Zelger, Jannik Nierula, Alexander Grimm, Christian Seitel und dem Neuzugang Kim Nowak bildet Seib eben jenes Team, das bei den Sitzungen zwar eher unspektakuläre Aufgaben übernimmt, ohne das es an den beiden Abenden (die Sitzungen finden diese Woche heute und morgen statt) aber an allen Ecken und Ende fehlen würden. „Kulissenschieber“ nennt es Kevin Grimm mit einem Augenzwinkern. Als „Mädchen für alles“ ordnet es derweil Seib ein.

Bei der Durchführung des alljährlichen Höhepunkts der Eppertshäuser Narretei tanzt das Team – im Verein ansonsten fast durchweg als Fußballer im FVE-Dress aktiv – dabei auch nach der Nase von Sitzungsregisseur Willi Trux. „Ich bin der erste Vorgesetzte“, sagt der selbstbewusst. Zumindest noch bis diesen Samstag, wenn Trux die wichtige Aufgabe letztmals übernimmt. 2018 beerbt ihn ein Nachfolger, der dann Regie bei den FVCA-Sitzungen führen wird.

Vor diesem Freitag herrsche unterdessen noch etwas Nervosität, wie Seib zugibt. „Der Samstag ist für uns entspannter.“ Dann greifen die Rädchen im Bühnenteam besonders gut geschmiert ineinander. Neben dem Auf- und Abbau der Kulissen kommen auf die jungen Männer diverse Aufgaben zu. „Die Regie befindet sich im Saal ganz hinten, die Bühne ist vorne“, erinnert Trux. „Wenn ein Aktiver aus dem Saal auszieht, muss zum Beispiel das Mikrofon so schnell wie möglich von hinten nach vorne getragen werden.“

Bilder aus dem Jahr 2016

Fastnacht in Eppertshausen: Bilder zur FVCA-Sitzung

Dafür braucht er seine Mannen, die das Geschehen meistens gut im Griff haben, denen aber auch schon mal die Schweißperlen auf die Stirn treten. Etwa wenn sie hin und her hetzen, um Schminke und Getränke für die Aktiven von A nach B zu bringen. Oder aber die Technik streikt: Einmal – noch zu Zeiten in der Mehrzweckhalle – flog beim Finale das Keyboard-Kabel raus. Mit gestellten Nackenhärchen erinnert sich das Bühnenteam auch daran, wie es im Finale die Luftballons zu spät nieder regnen ließ. Da spüre man durchaus die Verantwortung, die mit der eigenen Aufgabe einhergehe. Schließlich wurden die Ballons in stundenlanger Arbeit eigens für diesen Moment aufgeblasen.

Belohnt werden die Helfer, deren Erkennungssymbol ein Totenkopf mit Narrenkappe und gekreuzten Bierflaschen ist, später mit Bier. Ansonsten ist’s der Spaß an der Freud’, der für die Aufgabe motiviert. Man habe sogar eine Warteliste, könne theoretisch noch mehr Leute ins Team aufnehmen, verrät Kevin Grimm. Bei der jetzigen Größe habe man aber ein Limit gesetzt - ehe womöglich bald wieder einer den FVCA-Elferrat speist.

Quelle: op-online.de

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