Fastnacht ist Herzensangelegenheit

FVCA Eppertshausen führt bemerkenswert junger Vorstand

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Der junge FVCA-Vorstand (stehend v. l.): Meike Hennlein, Daniel Heckwolf, Jochen Ries, Michael Bangnowski, Eric Seib, Jörg Helfmann, Petra Rumpf und Sabrina Friedrich; (sitzend) Tatjana Gotta, Samira Bangnowski, Melanie Hartig und Yvonne Seib.

Eppertshausen - Es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass auch unsere Zeitung über schwierige Generationswechsel in Sport- und Kulturvereinen sowie in politischen Parteien berichtet. Nicht bei Eppertshausens Fastnachtern. Von Jens Dörr 

Zwar muss gerade auf der Führungsebene eine Verjüngung nicht automatisch eine Verbesserung des Status’ quo bedingen; doch über kurz oder lang kommt kaum wer umhin, sich durch geeigneten Nachwuchs personell für die Zukunft zu rüsten. Dem FVCA ist das vorbildlich gelungen: Im zwölfköpfigen Vorstand der rund 150 Mitglieder zählenden Karnevalsabteilung des FVE ist kaum jemand über 40. Nachwuchsprobleme? Fehlanzeige! Sitzungspräsident Jörg Helfmann und Schriftführerin Petra Rumpf sind im FVCA-Vorstand die Vertreter mit der meisten Erfahrung. Helfmann ist seit 1984 in der Eppertshäuser Fastnacht aktiv und seit 15 Jahren im Vorstand. Rumpf, die sowohl bei der Tanzgruppe „Knackfrisch“ als auch bei „Los Crachos“ auf der Bühne steht, mischt seit 2013 als Aktive mit und gehört seit 2014 dem FVCA-Vorstand an. Ihr Amtsantritt fällt in eine Phase, in der den Narren Wandel und Verjüngung an der Spitze gelangen: Acht der zwölf jetzigen Mitglieder des Abteilungsvorstands traten ihr Amt zwischen 2013 und 2016 an. Neben Helfmann und dem Abteilungsvorsitzenden Eric Seib (Vorstandsmitglied seit 2004) gehören lediglich Michael und Samira Bangnowski (seit 2004 beziehungsweise 2006) schön länger zur Führungsriege. Auch sie sind vergleichweise jung.

Alle anderen – neben Petra Rumpf die Rechnerinnen Meike Hennlein, Melanie Hartig, Pressewartin Tatjana Gotta, Gruppenbetreuerin Sabrina Friedrich und die Ausschussvorsitzenden Yvonne Seib (Dekoration), Jochen Ries (Elferrat) sowie Daniel Heckwolf (Wirtschaftsausschuss) – übernahmen die Aufgaben beim FVCA erst in jüngerer Vergangenheit. „Fast alle sind aber schon seit Kindesbeinen an mit der Eppertshäuser Fastnacht verbunden“, sagt Abteilungschef Seib: „Die Fastnacht ist für uns Herzensangelegenheit.“

Was neben dem Gefühl, schlicht mit der fünften Jahreszeit im Ort verbunden zu sein, darüber hinaus zum Mitmachen bei Planung, Organisation und Durchführung insbesondere der beiden FVCA-Sitzungen in der Hochphase der Kampagne anrege und motiviere, sei „der extrem gute Zusammenhalt“. Man kenne sich untereinander, sei oft befreundet. In der Folge packe man gern gemeinsam an. „Wir brauchen keine Beisitzer, wir brauchen Mitmacher“, drückt es Sitzungspräsident Jörg Helfmann aus. Was dem FVCA gut zu gelingen scheint, wie auch Seib beschreibt: „Gerade Aufgaben wie der Abbau nach Veranstaltungen bleiben andernorts häufig an wenigen Leuten hängen. Bei uns sind’s zu den Sitzungen manchmal 40 Leute, die am Morgen danach zum Helfen kommen.“

Fastnacht in Eppertshausen: Bilder zur FVCA-Sitzung

Wichtige Unterstützung erhalte man bei allen Aktivitäten auch vom Vorstand des Gesamtvereins: „Der nimmt uns sehr viel administrative Arbeit ab.“ Der FVCA kann sich dadurch auf die Finanzierung der eigenen Aktivitäten konzentrieren. Einem Jugendwahn sind die Fastnachter dennoch nicht verfallen: Verdiente Kräfte älteren Jahrgangs wie Willi Trux, Peter Helfmann, Friedhelm Schrod und Lothar Gruber sind noch immer wichtige Berater der Narretei beim FVCA.

Quelle: op-online.de

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