Eintritt zur großen Fastnachtssause erst ab 16

Settchesball wird erwachsener

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Im vergangenen Jahr entführten die Settchen mit ihrem temporeichen Tanz in den Zirkus. Am 11. Februar lautet das Motto: „Settchen goes 90’s“.

Eppertshausen - Einiges wie bisher, aber auch ein bisschen was anders: Die Veranstalter des traditionsreichen Eppertshäuser Settchesballs in der Bürgerhalle haben Programm und Neuerungen für die 47. Auflage des närrischen Treibens am Fastnachtssonntag , 11. Februar, bekannt gegeben. Von Jens Dörr 

So wechseln die Macher von Kolpingfamilie, Chor St. Valentin sowie Chor St. Sebastian die Band und heben das Mindestalter der Besucher an. Im vergangenen Jahr durften auch 14- und 15-Jährige mitfeiern. Für sie war allerdings um Mitternacht Schluss, auch wurde an sie kein Alkohol ausgeschenkt. Die Veranstalter kontrollierten dies über Armbändchen mit bestimmter Farbe, die am Einlass nach der Alterskontrolle vergeben wurden.

Anhand der ausgegebenen Bändchen habe man auch genauer sagen können, wie viele Gäste unter 16 Jahren da waren, sagt Marcus Schledt, der stark in den Settchesball eingebundene Vorsitzende der Eppertshäuser Kolpingsfamilie. „Der Anteil der unter 16-Jährigen war nicht groß, lag im zweistelligen Bereich. Nun haben wir als Team beschlossen, den Eintritt erst ab 16 Jahren zu gewähren.“ Dies sei einfacher zu handhaben. So ist es etwa um Mitternacht schwer zu kontrollieren, wer unter den vielen hundert Besuchern eigentlich nach Hause gehen müsste und dies dann auch wirklich tut.

Einlass erhalten nun also erst Besucher ab 16 Jahren. An die 16- und 17-Jährigen, die bis zum Schluss bleiben dürfen, schenkten die Veranstalter allerdings auch in der Vergangenheit nur Bier und Sekt und keine „harten“ Alkoholika aus. Zudem wünschen sich Kolpingfamilie und die beiden Chöre angesichts des ziemlich jungen Durchschnittsalters der Settchesball-Besucher eine noch bessere altersmäßige Durchmischung. Dem soll unter anderem ein neuer Bereich im Saal, der tendenziell den älteren Gästen Platz bieten soll, Rechnung tragen.

Eine etwas bessere Alterdurchmischung war den Veranstaltern in den vergangenen beiden Jahren bereits durch die Auswahl der Live-Band für den Abend gelungen: Van Baker & Band sorgten mit Schlagern und Co. für Musik, die praktisch alle Altersgruppen ansprach. „Ich persönlich hätte sie durchaus auch noch ein drittes Mal gebucht“, sagt Schledt. Man habe sich im Organisationsteam, in das sich zunehmend auch Jüngere aus der Kolpingsfamilie und den Settchen selbst einbrächten, schlussendlich aber für einen Wechsel entschieden. Diesmal spielt die Party-Band „Die Hessentaler“ auf der Bühne. Zudem legt wieder DJ Vim alias Philipp Binöder auf.

Natürlich tanzen – als emotionaler Höhepunkt – gegen 22.30 Uhr erneut die Eppertshäuser Settchen. Nicht nur die von Esther Kraus trainierte Gruppe soll sich dabei dem aktuellen Motto des großen Balls, den man auch als große Fastnachtsparty bezeichnen könnte, widmen: Unter dem Titel „Settchen goes 90’s“ erwartet Schledt durchaus viele Besucher im 90er-Jahre-Outfit. Was bauchfrei mit Tattookette bei den Frauen (vielleicht auch mit aufgeklebtem „Arschgeweih“?) eben so heißen kann wie übermäßig viele Armbänder à la Wolfgang Petry bei den Männern und ganz generell ziemlich viel Jeansstoff und ziemlich grelle Farben. Realistisch scheint in diesem Jahr ein Zuspruch zwischen 600 und 900 Besuchern. Im vergangenen Jahr nannte Schledt die Zahl von rund 700 Gästen, was etwas weniger als in den Jahren zuvor war.

Bilder vom 49. Settchesball in Eppertshausen

Der Eintritt zum 47. Eppertshäuser Settchesball, zu dessen Gelingen auch Cocktailbar, Chill-out-Bereich vor der Halle und Happy Hour beitragen sollen, kostet an der Abendkasse zwölf Euro. Im Vorverkauf (im Eppertshäuser Geschäftshaus Sperl an der Hauptstraße 78) ist ein Ticket für zehn Euro erhältlich. Einlass in die Bürgerhalle ist ab 19.11 Uhr.

Quelle: op-online.de

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