Kunterbunter Kriegspfad

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Farmer Beckmanns Hofhund blieb von jeglicher Kriegsbemalung bei den CDU-Ferienspielen nochmal verschont.

Eppertshausen - Wenn auf der Ranch „Im weißen Holz“ von Manfred Beckmann Häuptling Kleine Bunte Feder Tipis aufschlagen lässt, dann stecken bestimmt die Krieger vom Stamme der Weißen Häupter des CDU-Stadtverbandes dahinter. Von Thomas Meier

17 Kinder hatten jetzt das Vergnügen, vom Gemeindeverband der Eppertshäuser Union für einen Tag der Ferienspiele betreut und vor allem spannend unterhalten zu werden. „Eigentlich wollten ja 27 Kinder bei uns mitmachen“, sagt der Ober-Häuptling des CDU-Stadtverbands, Charles Ross, doch trotz des Aufgebotes von fünf Helfer-Indianern und drei Mitglieds-Squaws seien mehr Kinder beim Indianertag einfach nicht unterzubringen gewesen.

„Die Aktion der Ferienspiele ehrenamtlich zu unterstützen ist uns seit Jahren liebgewonnenes Anliegen“, sagt Ross, in Eppertshausen nicht nur CDU-Stadtverbandschef, sondern auch dem Ausschuss für Soziales, Senioren, Sport und Kultur vorstehend. Vor allem der kostenlosen Ehrenamtlichkeit wegen, die viele Eppertshäuser Vereine und Gruppierungen in den Dienst der Ferienspiele stellten, könnten diese so abwechslungsreich und preisgünstig gestaltet werden.

Und die in zwei Stämme eingeteilte Indianerschar durfte sich so auch nicht beschweren. Los ging es für die Kinder schon morgens um 9 Uhr mit einer lustigen Treckerfahrt in den benachbarten Wald. Dort sollte es nicht etwa auf die Pirsch nach Bisons gehen, sondern die vom Forstamt für die Aktion kostenlos bereitgestellten Materialien für den Tipi-Bau abgeholt und auf den Hänger verladen werden.

Alkoholfreies Feuerwasser als Belohnung für Baueifer

Zurück auf der Ranch bei Farmer Beckmann zimmerten die Kids unter Anleitung die Zelt-Rundbauten. Auf dem Gestänge prangte (eher typisch deutsch als indianisch) ein kleines Bäumchen. „Der ist fürs Richtfest“, beschieden die erfahrenen Unionstrapper die Mini-Indianer, die über den heißen Tag freilich auch kräftig mit alkoholfreiem Feuerwasser für ihren Baueifer belohnt wurden.

Die Tipi-Wände wurden prächtig mit Jagdszenen bemalt. Nur als Beckmanns getreuer Hofhund Heinz-Hasso zum „Lonesome Wolf“ mutieren und auch noch eine Kriegsbemalung verpasst bekommen sollte, versagte dies glücklicherweise sein Herrchen den indianischen Künstlern.

Auf den Schrecken hin wurde das Lagermaskottchen jedoch zum Mittagessen eingeladen. Zwar stammte das Gulasch nicht vom selbst erlegten Büffel, doch mit Nudeln mundete es allen prächtig. Und stärken konnten sich die Krieger für einen Tag auch noch, als es mit Klickern und Boulekugeln bewaffnet auf den spielerischen Kriegspfad ging: Leckeres Eis in allen Farben verlockte die Rothäute nebst Betreuern zum Naschen.

Bis 17 Uhr währte der Ausflug in Eppertshausens abwechslungsreiche Jagdgründe und Kinder sowie Betreuer waren sich einig: So etwas muss wiederholt werden. Mal sehen, womit Sitting Ross und seine schwarzen Tipi-Brüder im kommenden Jahr die Ferienspiel-Rothäute überraschen werden...

Quelle: op-online.de

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