Ein Festival für die Integration

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Am Samstag wartet der GKV Lotus mit dem dritten Integrationsfestival auf. Vorsitzender Ernes Erko Kalac (hier im Bild mit Katharina Witt) hat als Integrationsbotschafter des DOSB mit seinen Vorstandskollegen vom GKV Lotus ein interessantes Programm zusammen gestellt.

Eppertshausen (mj) - Das dritte Integrationsfestival im Sportzentrum richtet am Samstag (17. ) der Gesundheits- und Kampfsportverein (GKV) Lotus Eppertshausen aus.

Unter dem Titel „Sport und Wissenschaft” steht die Frage im Fokus, wie man die Integration von Menschen mit Behinderung verbessern kann. Für eine bestmögliche Umsetzung hat sich der GKV das Paul-Ehrlich-Institut aus Langen als Partner gesucht.

Karate mit der Glasknochenkrankheit

Zur Eröffnung des Tages steht um 12 Uhr ein Sponsorenlauf auf dem Programm. Dessen Erlös ist zu 100 Prozent für eine gute Sache bestimmt: Er geht an David Baier aus Eppertshausen, der an der seltenen Glasknochenkrankheit leidet. Baier ist beim GKV kein Unbekannter: In der Vergangenheit war er von dem großen Wunsch erfüllt, beim Karate-Training einzusteigen. Leider ließ seine Krankheit kein langfristiges Engagement zu. „Wir sind froh, dass ihm auf diesem Weg ein Teil unserer Arbeit zugute kommt”, so Vorsitzender Ernes Erko Kalac. Den Jungen mit der Glasknochenkrankheit hat der GKV nicht zum ersten Mal im Blick: Schon bei einer Reihe weiterer Veranstaltungen stand seine Unterstützung im Mittelpunkt.

Für den Sponsorenlauf werden möglichst viele Teilnehmer benötigt. Ob Verein oder Einzelläufer, ob Erwachsener oder Kind – jeder ist willkommen. Die Höhe des Sponsorenbetrags für jede Runde ist sekundär: Der gute Zweck zielt darauf ab, eine möglichst hohe Summe von allen Läufern zusammen zu tragen. Eine großzügige Unterstützung der Veranstaltung haben bereits die Volksbank Eppertshausen und der Bundesverband für Kickboxen (Wako) zugesichert. Insgesamt wird mit einem Teilnehmerfeld von mehreren hundert Personen und einer Vielzahl von Vereinen gerechnet.

Nach dem Sponsorenlauf wartet ein „Markt der Möglichkeiten”, der aus zahlreichen Info-Ständen besteht. Einen Schwerpunkt nehmen die Stände von Wako und des Paul-Ehrlich-Institutes ein. Wako informiert über seine sozialen Projekte und seine Kampagne „Wir gehören zur deutschen Sportfamilie“. Das Paul-Ehrlich-Institut macht mit seinem Kinderlabor Forschung direkt erlebbar. Dazu wird die Zusammenarbeit mit dem GKV vorgestellt, die die Integration von Menschen mit Behinderung fördern will.

Promis zum Fest

In Bezug auf die Arbeitswelt geht das Institut bereits mit gutem Beispiel voran: 30 Prozent der Belegschaft sind Menschen mit Behinderung. Das ist im Vergleich zu anderen Betrieben eine außerordentlich hohe Zahl, die dem Leitgedanken „Alles ist möglich” entspricht. „Nicht nur beim Integrationsfestival, sondern auch darüber hinaus wollen wir für behinderte Menschen eine Plattform für Projekte, Praktika, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze schaffen”, kündigt Kalac an. Natürlich kommt beim Festival auch der Leitgedanke von Lotus zum Tragen, über den Sport die oft schwierige Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen. So werden Schulen berichten, wie sie die Ideen von Lotus zur Gewaltprävention umsetzen.

Mit einer Reihe von Karate- und Kickboxvorführungen, die sich speziell an Menschen mit Behinderung wenden, wird das Integrationsfestival abgerundet. Vom Deutschen Kickboxverband reisen dafür hochkarätige Trainer an. Der Abend endet mit einem Empfang der Ehrengäste.

Die Schirmherrschaft des Festival hat die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries übernommen. Dazu haben sich eine Reihe weiterer Prominenter und Funktionäre angesagt.

Das Integrationsfestival findet mit Unterstützung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Sportjugend Hessen und des Integrationsbüros des Landkreises Darmstadt-Dieburg statt. Mit DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach schaute bereits 2008 ein „Schwergewicht” beim Festival vorbei. Im Kontaktverzeichnis von Lotus und seinem ersten Vorsitzenden stehen noch eine Reihe weiterer bekannter Namen wie Katharina Witt oder Dirk Nowitzki.

Nach den Festivals 2008, 2009 und der Pause 2010 geht man dieses Jahr bei Lotus mit besonders großem Elan ans Werk. Ein Besuch beim Integrationsfestival lohnt deshalb aus vielerlei Gründen einen Besuch.

Quelle: op-online.de

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