Feuerwehr Eppertshausen

Mai-Fire gerät zum großen Wurf

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Hier tanzt der Bär: Zum dritten Male zog die Mai-Fire der Wehr hunderte Party-Gänger aus Eppertshausen und Umgebung an.

Eppertshausen - Während die ältere Generation das Problem hat, dass es kaum noch Angebote für den klassischen Tanz in den Mai gibt, haben es die Jugend und junge Erwachsene deutlich einfacher: Für sie heißt die ultimative Party Mai-Fire. Von Michael Just

Zum dritten Mal lud die Eppertshäuser Wehr am Vorabend zum Wonnemonat in die Bürgerhalle ein. Der Zuspruch zeigte sich als gewaltig: Mit über 800 Gästen war es – mit nachhaltiger Unterstützung über die Presse und die sozialen Netzwerke – proppenvoll. Am Mischpult stand DJ Doppelmerz, dazu zuckten in zwei großen Shows die Laser über die Köpfe der Besucher. Der Blick auf den Veranstaltungsort bewies schon von weitem, dass hier die Party steigt: Ein Bauzaun mit Sichtschutz grenzte den Eingang und den Vorhof der Halle als Raucherbereich ab, sieben Security-Männer kontrollierten den Einlass und schreckten allzu hitzige Gemüter, aus der Rolle zu fallen.

Wie Jürgen Müller von der Wehr sagt, ist die Mai-Fire seit ihrer Premiere ein Selbstläufer, an der nur wenig verändert werden musste. Zum Konzept gehört unter anderem der freie Eintritt. Jeder Besucher bekommt ein Bändchen, wonach der Alkoholausschank und die Verweildauer von U 18 bis Mitternacht abgelesen wird. „Natürlich gehen wir auf die Wünsche der Besucher ein und reagieren“, erklärt Müller. Damit meint er unter anderem die Getränke-Liste, zu der die Damen in der Vergangenheit Sekt einforderten. „Vielleicht gibt es zukünftig auch mal einen Wechsel am Mischpult“, führt der Eppertshäuser als Option an, dass es nicht langweilig wird.

Die Musik von DJ Doppelmerz bot für jeden Geschmack etwas. Hier waren von fetzigen Disco-Beats bis Insel-Hits, die den Ballermann nach Südhessen holten, alle Stilrichtungen zu hören. Kaum zu glauben: Bei der Wunschmusik für die Laser-Show stand „Atemlos“ von Helene Fischer beim Jungvolk ganz oben an. Das feierte alles andere als unter sich: Das gesetztere Publikum im Alter zwischen 30 und 60 Jahren war ebenfalls gekommen und zeigte sich in Feierlaune. Damit entsprach es der Ausrichtung der Wehr, die die Mai-Fire für alle Generationen öffnet. Die Altersmischung stieß beim jüngeren Pulikum nicht auf Ablehnung: „Ich finde das gut. Es passt hierher, dass alt und jung zusammen feiern“, so Nicole Kraus (21). An die Ausrichter hat sie zwei Tipps: Zur Happy Hour nicht nur mit Bier locken und für die Mischgetränke nicht nur Cola verwenden. Heutzutage seien Säfte angesagt, etwa Wodka mit Maracuja.

Mai-Fire in der Bürgerhalle

Mai-Fire in der Bürgerhalle

Nicht mehr ganz zum Jungvolk gehörte Nicole „Uschi“ Wagener (40). Mit zwei Freundinnen outet sich die Zahnarzthelferin als Party-Maus. „Ich mag Eppertshausen“, gibt sie als einen Grund an, hierherzukommen. Dazu treffe die Party und die Stimmung ihren Geschmack. Ursprünglich kommt sie aus Iserlohn bei Dortmund – und im Pott weiß man ja bekanntlich, wie gefeiert wird. Trotz der großen Menge an „Party-People“ konnten die Veranstalter einen ruhigen Abend ohne größere Zwischenfälle vermelden. Nur einmal zündete ein Heranwachsender Feuerwerkskörper auf dem Franz-Gruber-Platz. Jene Freude zum Start in den Mai hielt die Polizei dann doch für übertrieben, weshalb sie seine Personalien feststellte.

In mehreren Schichten engagierten sich bei der Mai-Fire rund 60 bis 80 Helfer vom Feuerwehrverein. Die Einnahmen sollen laut Müller in die Anschaffung von Gerätschaften und leichter Feuerwehrkleidung für technische Hilfeleistung fließen. Für 2015 steht schon jetzt außer Frage, dass es eine vierte Auflage gibt. Die Blauröcke wissen nur zu gut, dass sie damit eine Marktlücke füllen. Die Erfolgsgeschichte bestätigte auch Bürgermeister Carsten Helfmann, der vorbeischaute: „Beim großen Premierenzuspruch glaubten wir an Zufall, beim zweiten Mal an Neugier. Jetzt wissen wir, dass uns damit ein ganz großer Wurf gelungen ist.“

Quelle: op-online.de

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