Forelle und Zander bei bestem Wetter

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Peter Wunderlich (vorne) ist für den guten Geschmack der Fische verantwortlich.

Eppertshausen - 50 Jahre sind ein stattliches Alter für einen Verein, und das muss gefeiert werden. Schließlich ist einiges passiert in diesem halben Jahrhundert, wie der Vorsitzende des Angelvereins, Stefan Buchheim, erläutert: „Wir haben mittlerweile 85 Mitglieder und vier Fischereigewässer rund um Eppertshausen, da gibt es viel zu tun.“ Von Jasmin Frank

Schon kurz nach der Vereinsgründung wurden in der Nähe der Thomashütte die ersten Anglerteiche eingerichtet, die nach ihrem Gestalter benannten Zankl-Weiher. Auch der Trachytsteinbruch zwischen Eppertshausen, Messel und Urberach wird von den Sportfischern genutzt. Dass hier im Sommer auch gebadet wird, war nur anfangs ein Problem, mittlerweile haben sich Schwimmer und Angler miteinander arrangiert. Zusätzlich konnte der Verein vom Bau der B 45 profitieren und die Aushebung des nach einem weiteren Vereinsmitglied benannten Peter-Beckmann-Teiches erzielen, hinzu kommt ein Stück Gersprenz, das beangelt wird.

Auf dem Jubiläumsfest werden zwar nur Forellen und Zander an die Gäste verkauft, doch die heimischen Gewässer bieten einiges mehr, denn Rotaugen, Karpfen und Hechte weisen auf eine erstaunliche Artenvielfalt hin. Die kommt nicht von ungefähr, denn zur Arbeit der Angler gehört auch der Naturschutz, so müssen die Seen regelmäßig auf ihren Sauerstoffgehalt überprüft werden.

50-jähriges Bestehen gefeiert

Dass die Fische gut gedeihen, wird am größten gemachten Fang deutlich: Aus dem Steinbruch wurde ein Wels von 2,20 Metern Länge erbeutet.

Doch wer an der Angelrute ausschließlich ältere Herren vermutet, liegt falsch, die Jugendabteilung des Vereins ist gut besucht. Ein Mitglied ist Vincent Kramer (11), der auch schon Hecht, Rotaugen und Forellen geangelt hat. Doch die legt er nicht einfach zu Hause der Mutter auf den Tisch, denn auf die Frage, was ihm am meisten Spaß macht, sagt er: „Am liebsten nehme ich die Fische aus, paniere sie und mache der Familie etwas zu essen.“

Seine kleine Schwester Leonie (8) kann er dennoch nicht vom Angeln überzeugen, wie es überhaupt an Mädchen im Verein mangelt. Die Grundschülerin isst zwar gerne den Fisch ihres Bruders, stellt sich das Angeln selbst aber eher langweilig vor: „Da sitzt man bestimmt auf der Wiese herum und hat nichts zu tun.“ Dass dies nicht zutrifft, bescheinigt ihr nicht nur ihr Bruder, der immer mit seinen Kumpels zum Fischen geht, sondern auch Stefan Buchheim meint, dass das Bild vom einsamen Angler eher ein Vorurteil sei und das gemeinsame Erleben im Verein groß geschrieben werde. Und dazu gehört natürlich auch das Jubiläumsfest, das auf dem Eppertshäuser Rathausplatz bei strahlendem Sonnenschein gut besucht war. Auch hier haben die Angler alle zusammen angepackt und sich ihren Fang bestens schmecken lassen.

Quelle: op-online.de

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