Mit Fundraising zum Matschspielplatz

Kita St. Sebastian gestaltet Außengelände um

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Acht Mitarbeiter der Volksbank schafften einen Tag lang auf der Baustelle für die neue Außenanlage der Kita St. Sebastian unter Anleitung des Vereins Naturspur. Das Kiesschleppen, Baumstammrücken, Bohren und Hämmern lohnt sich für die Kita, denn so kommt sie zu einem anders kaum finanzierbaren Spielplatz.

Eppertshausen - „Kinder-Garten im Kindergarten“ heißt etwas sperrig das Projekt, die Außenanlage der Kita St. Sebastian umzugestalten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro, 50.000 kommen von der Gemeinde, den Rest will die Kita durch Eigenleistung und Spenden zusammenbekommen. Ein beherztes Unterfangen, dem Erfolg beschieden scheint. Von Thomas Meier

Ein naturnahes Spielgelände soll es werden auf dem weitläufigen Areal der Kita St. Sebastian an der Waldstraße. Dazu haben sich die Verantwortlichen der Unterstützung des Vereins Naturspur in Otterstadt bei Speyer versichert, der sehr kreative Natur-Erlebnis-Spielgelände für Schulen und Kindergärten realisiert. Im vergangenen Jahr stellte der sein Konzept vor, das jetzt umgesetzt und in einer Broschüre den Eltern, Sponsoren und Unterstützern erläutert wird. Stefanie Schultheiß vom Elternbeirat und dem Organisationsteam des Projektes blickte dieser Tage stolz und zuversichtlich auf die Baustelle, auf der sich über ein Dutzend freiwilliger Helfer bei Gluthitze mit Robinien-Baumstämmen und tonnenweise Fallschutzkies abmühten. Ein großer Teil des umzugestaltenden Areals lässt bereits erkennen, wozu die kindgerechte Landschaft einmal dienen wird. Bauphase eins soll noch vor den Ferien abgeschlossen und bespielbar sein, verrät sie. Phase eins steht für den Matschspielbereich. Im kommenden Jahr will man sich mit Phase zwei der ebenfalls bereits erkennbaren Kletterlandschaft widmen, die direkt nebenan entsteht.

Alles wirkt groß, stabil und sehr naturverbunden. Und teuer. Dass sich die Kita solch eine umfassende Spiellandschaft leisten kann, überrascht. Aber nur im ersten Moment. Klar, die Gemeinde als Eigentümer des Geländes trägt mit rund 50.000 Euro einen großen Batzen. Aber die Hälfte finanziell zu stemmen, dazu bedarf es mehr als zupackender Eltern. Fundraising-Aktionen, Patenschaften, Spendenaufrufe, Benefizveranstaltungen und mehr sind am Laufen. Schultheiß und ihre Mitstreiter umwerben alle lokalen und überregionalen Geldquellen. Und stießen beispielsweise bei der Volksbank Eppertshausen/Dreieich auf mehr als nur offene Ohren. Das Geldinstitut sponsert nicht nur mit monetären Leistungen, sondern setzt auch Muskelschmalz ein. Acht gestandene Beschäftigte des Geldinstitutes schafften im Schweiße ihrer Angesichter von 10 bis 16 Uhr am Bau. Sie schleppten Kies, bewegten Stämme, hoben Löcher aus, setzten Verankerungen, sägten, hobelten und bohrten um die Wette. Unter Anleitung der Fachleute von Naturspur.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Volksbank-Vorstandsmitglied Dirk Neiding blickte von seiner Schubkarre aus aufs Geschehen und erläuterte stolz, dass man gern den Vereinen und Institutionen in der Region etwas zurückgeben möchte. Er sprach dem Nachhaltigkeitsgedanken das Wort, dem Crowdfunding, der Verbundenheit mit den Kunden. Kurzfristig habe man die Hilfe für St. Sebastian umgesetzt. Und unter den 300 Mitarbeitern der kürzlich fusionierten Volksbanken Eppertshausen und Dreieich sei es leicht gefallen, das Helferteam zu rekrutieren, das aus Leuten bestehe, die nicht nur an der Rechenmaschine mit Schlips und Anzug eine gute Figur machten, sondern eben auch im Blaumann.

Am Samstag bereits soll der Matschspielbereich fertig sein. Doch auch das Areal, auf dem die großen Elemente für die kommendes Jahr geplante Kletterwelt bereits im Erdreich eingelassen worden sind, ist ab dann wieder begeh- und nutzbar. Wenn auch noch nicht endgültig. Doch die Kinder können ihren kompletten Außenreich wieder ohne irgendeine Absperrungen in Besitz nehmen.

Quelle: op-online.de

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