„Wir sind alle Deutschland“

Gästeempfang der Ahmadiyya Gemeinde

+
Imam Afaq Ahmad (links) und Viqar Ahmed Zahid, Vorsitzender der Ahmadiyya Gemeinschaft Eppertshausen, Münster und Altheim, beglückwünschen Bürgermeister Carsten Helfmann zu seinem bevorstehenden Dienstjubiläum und überreichen einen Blumengruß.

Eppertshausen - Der Zugang zur Bürgerhalle in der Waldstraße war in der frühen Abenddämmerung für Besucher geöffnet. Wer sich aus dem regnerischen, nasskalten Wetter kommend nach innen begab, wurde von Wärme und Licht empfangen. Von Peter Panknin 

Freundlich, ja sogar herzlich wurden Besucher von überwiegend jungen Männern begrüßt, die ihnen den Weg vorbei an Stellwänden mit Darstellungen über den Islam und an Tischen, auf denen entsprechende Schriften und Bücher auslagen, zum kleinen Saal wiesen. Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde von Eppertshausen und Münster hatte zum Neujahrsempfang eingeladen.
Bis zum Beginn des offiziellen Empfangs füllte sich der Raum mit Vertretern Eppertshäuser Vereine, Repräsentanten der Kirchen und gewählten Volksvertretern. Talmiz Ahmed Butt gab den Anwesenden einen kurzen Abriss über den geplanten Ablauf des Abends, bevor Afaq Ahmada, Imam der Nuur-du-Din-Moschee Darmstadt, aus dem Koran rezitierte und eine deutsche Übersetzung nachlieferte.

Der offiziellen Begrüßung der Gäste folgte ein Rückblick auf bundesweite Ereignisse in Deutschland sowie auf Aktivitäten der lokalen Ahmadiyya Muslim Gemeinde. Hervorgehoben wurde der gemeinsame Wille zu einem friedlichen Miteinander sowie das klare Bekenntnis der Glaubensgemeinschaft zu einem „Wir sind alle Deutschland“. Wer mehr darüber wissen möchte, ist eingeladen, den gleichnamigen Vortrag am Mittwoch, 28. Februar, 18 Uhr, in der Bürgerhalle an der Waldstraße zu besuchen.

Bürgermeister Carsten Helfmann wurde gebeten, ein Grußwort an die Gäste zu richten. Das tat er auch, bevor ihm im Vorgriff auf sein anstehendes Dienstjubiläum ein Blumenstrauß überreicht wurde. Der Rathauschef hob in seiner Ansprache hervor, dass sich die Glaubensgemeinschaft insbesondere durch ihren engagierten Einsatz in der Gemeinde auszeichnet und erwähnte als Beispiele den „Neujahrsputz“ nach der Silvesterknallerei in den Straßen des Ortes und den „Charity Walk“, dessen Erlöse regelmäßig sozialen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen zugutekommen.

Grußworte richtete Pfarrer Christian Harald Röper an alle Gäste, unter denen sich neben Repräsentanten örtlicher Vereine und der Freiwilligen Feuerwehr auch Vertreter der lokalen Politik (Manfred Hechler, Ibrahim Zayed, Stephan Brockmann) sowie Pfarrerin Margit Binz vom evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald befanden. Er begrüßte die ausgesprochenen Einladungen, mal eine Moschee von innen zu betrachten und lud im Gegenzug zu Besuchen der christlichen Kirchen ein. Er betonte „wir müssen uns nicht gegenseitig beweisen, was wir alles Gutes tun, wir müssen gemeinsam nach den Wurzeln des Glaubens suchen“.

Oberhaupt der Ahmadiyya-Gemeinschaft in Hessen: Bilder

Nach einem abschließenden Gebet, bei dem jeder eingeladen war, auf seine Weise mitzubeten, wurde zu einem Buffet pakistanischer Art gebeten. Es gab Reis mit Gemüse, Reis mit Geflügelfleisch sowie schmackhafte, angenehm „feurige“ Dips, und zum Abschluss Kuchen, der doch stark an „Frankfurter Kranz“ erinnerte. Die Mahlzeit wurde nicht nur zur Aufnahme von Speisen genutzt, es wurden auch zahlreiche Gespräche miteinander geführt, die zu gegenseitigem Verständnis beitragen sollten.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.