Gebündelter Gesundheitscheck

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Seniorengymnastik hält fit: Frauenunion-Vorsitzende Ingeborg Kahler (links) und andere Mitglieder zeigen, wie es geht.

Eppertshausen - Viele Wege für die verschiedensten Untersuchungen legt ein jeder Bürger regelmäßig zurück: Sehtest beim Optiker, Blutzuckerprüfung beim Hausarzt und Hörtest beim entsprechenden Fachmann. Von Jasmin Frank

Wer sich dann noch über Dienstleistungen wie Pflegeheime, Menü-Service oder häusliche Pflege informieren will, braucht viel Zeit. „Deshalb haben wir uns gedacht, wir legen alles zusammen“, erläuterte Initiatorin Brigitte Pesl stolz. „Wer zu unserem Gesundheitstag kommt, findet jede Menge Informationen und kann sich vielseitig und umfassend informieren. “.

Vor einem Jahr hatte die Eppertshäuser Frauenunion das Projekt ins Leben gerufen – mit großem Erfolg. Statt wie in der Vergangenheit zwölf haben sich nun bereits 23 Aussteller zusammengefunden. Deshalb war auch ein Umzug vom Haus der Vereine in die größere Mehrzweckhalle nötig geworden. „Für die Cafeteria ist hier auch mehr Platz“, schmunzelte Pesl, die gemeinsam mit ihrem Team für das leibliche Wohl der Besucher sorgte.

Die hatten derweil viel zu tun, wollten sie sich überall informieren. Dabei stießen sie auch auf Neuland, wie Karl und Margot Murmann berichteten: „Wir haben uns an einem Stand über Reiki aufklären lassen. Wir wussten beide nicht, was das überhaupt ist.“ Von Reiki-Meister Thilo Hörr erfuhren sie, dass Menschen sich mittels Reiki mit einer universellen Energie aufladen lassen könnten, was unter anderem durch Gedanken geschehe und die Selbstheilungskräfte aktiviere. „Das hört sich interessant an, ist aber sicherlich nicht für jeden was“, urteilten die Murmanns, und gingen dann zu handfesteren Angeboten wie Hörtests über.

Die Überwindung zu diesem Test laufe oft ähnlich ab. Hörgeräteakustikmeisterin Susanne Jacoby erklärte schmunzelnd: „Meist schickt ein Partner den anderen zum Testen. Während der Betroffene meint, noch bestens hören zu können, hat der Lebensgefährte schon längst bemerkt, dass es Defizite gibt.“ Auch auf den Stand des Deutschen Roten Kreuzes gab es einen regelrechten Ansturm. Dort konnten Blutdruck und Blutzucker gemessen werden. Insgesamt war das Angebot am Gesundheitstag reich gestreut: Neben Organisationen wie dem Sozialverband VdK, dem Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern, waren unter anderem die Vereine Seniorengymnastik und Seniorenhilfe vertreten sowie Firmen, die von der Orthopädie, über Pflegedienste und Optiker bis hin zu Reisebüros und Fitnessstudios reichten.

Während sich viele Besucher beim VdK über rechtliche Möglichkeiten informierten, konnten sie beim Selbsthilfeverein Seniorengymnastik erfahren, wie man sich auch im fortschreitenden Alter noch fit halten kann. „Wir treffen uns jeden Dienstag um 15.30 Uhr in der Mehrzweckhalle und haben eine speziell ausgebildete Trainerin“, erklärte die Vereinsvorsitzende Ingeborg Kahler, die den Nachmittag nutzte, um weitere aktive Senioren für ihr Angebot zu gewinnen. Auch Personen, die nicht mehr so lange stehen können, seien willkommen, denn auch im Sitzen könne man ja noch Gymnastik machen, ergänzte sie.

„Wir wollen aber vor allem viele Männer“, ergänzte Kahler, trotz des Ernstes, der in dieser Aussage steckt, mussten sie und ihre Mitstreiterinnen schmunzeln. Aber in ihrem Verein sei es, wie überall auch: Vor allem die Frauen achten auf ihre Gesundheit, Männer weniger.

Als wollten die männlichen Besucher des Gesundheitstages diese Behauptung untermauern, konnte man sie dabei beobachten, wie die sich lieber einen Überblick über das Kuchenbuffet der CDU-Frauen verschafften, während sich die Frauen noch ausgiebig beraten ließen. Damit war klar: Für jeden Gast war bei der Veranstaltung das Richtige dabei.

Quelle: op-online.de

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